„Hervorragende“ Hinrunde

Marius Timofte fand scheinbar häufig die richtigen Worte.
Marius Timofte fand scheinbar häufig die richtigen Worte.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. MTV-Spielertrainer Marius Timofte ist mit seinen Handballern sehr zufrieden.

Der neunte Tabellenplatz und 11:15 Punkte mögen auf den ersten Blick durchaus verbesserungswürdig erscheinen. Doch Marius Timofte, Spielertrainer beim Handball-Oberligisten MTV Rheinwacht, kann mit der Ausbeute seines Teams in der Hinrunde richtig gut leben. „Für unseren Kader ist das hervorragend. Viele haben vor der Saison geglaubt, dass wir sang- und klanglos absteigen“, freut sich der 47-Jährige über die bisherige Dinslakener Bilanz.

Dabei sind es allerdings nicht nur die schon eingefahrenen elf Zähler, die den früheren rumänischen Nationalspieler optimistisch stimmen. „Wir haben einfach als Mannschaft sehr gut funktioniert“, findet Timofte, der aber auch für einzelne Akteure viel Lob übrig hat. Neben den Torhütern und den Außenspielern auf beiden Seiten, die „mindestens in acht, neun Spielen richtig gut getroffen haben“, zeigt sich der Spielertrainer auch mit den zwei Nachwuchsleuten Jonas Höffner und Marc Tomke richtig zufrieden: „Sie haben ihre Aufgaben mit Bravour erledigt und einen Schritt nach vorne gemacht. Daran müssen sie nun anknüpfen.“

Bittere Pleite in Düsseldorf

Besonders angetan von der Leistung seines Teams zeigte sich der Coach beim Unentschieden, dass sich Rheinwacht im letzten Heimspiel 2014 gegen die Bergischen Panther erkämpfte, aber auch die beiden Kantersiege gegen Aufsteiger Unitas Haan und den Bergischen HC II machten Timofte richtig Laune: „Denn Haan hat eigentlich einen starken Kader, und dass die Solinger nicht so schlecht sind, haben sie nach der Niederlage gegen uns ja auch schon gezeigt.“

Die eigenen Niederlagen hat der Spielertrainer, der nach dieser Saison das Parkett gerne verlassen möchte, ganz schnell abhaken können. Nur die Punkte, die der MTV in Düsseldorf liegen ließ, schmerzen ihn immer noch. Beim 28:29 verspielte Dinslaken noch eine scheinbar sichere Führung. „Das hätte niemals passieren dürfen“, findet der Übungsleiter.

Dass es in der Landeshauptstadt nicht reichte, hat sicher mit einigen unnötigen Fehlern in der Schlussphase zu tun, aber wohl auch mit der fehlenden Konstanz in der Hinrunde. Richtig gute Leistungen wechselten sich meist mit schwächeren ab, oft reichte es nur für eine starke Hälfte.

Daran will Timofte mit seinen Schützlingen unbedingt arbeiten, der Rumäne weiß aber auch, dass er es in dieser Hinsicht schon auf Grund seines kleinen Kaders nicht leicht hat. Der könnte den Dinslakenern in der Rückrunde kräftemäßig sogar zum Verhängnis werden. Den Klassenerhalt sieht der Spielertrainer jedenfalls längst noch nicht erreicht: „Viele Mannschaften sind im Mittelfeld eng beisammen und müssen noch etwas tun. Es wird spannend. Wir müssen auf jeden Fall in jedem Spiel alles geben und immer konzentriert sein, um etwas zu erreichen“, fordert Timofte. Am Samstag geht es beim Fünften Königshof gleich mit einer schwierigen Aufgabe weiter.