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Herbstmeister feiert Weihnachten im Januar

22.01.2015 | 17:01 Uhr
Herbstmeister feiert Weihnachten im Januar
Sabrina Plett und der TVB konnten sich in der Hinrunde gut durchsetzen.Foto: Jochen Emde

Dinslaken. Die Handballerinnen des TV Bruckhausen können auf ihrer verspäteten Party auf eine fast perfekte Hinrunde anstoßen. Hiesfeld und der MTV im Mittelfeld. 08/29 II droht der Abstieg

Vor dem Fest fanden die Handballerinnen des TVB keinen gemeinsamen Termin. Ihre Weihnachtsfeier mussten die Bruckhausenerinnen in den Januar verschieben. Am Freitag ist es soweit, und das trifft sich ganz gut. Denn dann kann das Team gleichzeitig die „Herbstmeisterschaft“ begießen. Etwas überraschend führen die „Bruckis“ nach der Hinrunde mit nur einem Minuspunkt die Landesliga-Tabelle an.

Mit einem solchen Verlauf konnte auch Trainer Sascha Zwanzig-Zeh nicht unbedingt rechnen: „Ich hatte eigentlich nur auf Platz drei spekuliert.“ Doch schon früh machte sich bezahlt, dass seine Mannschaft in dieser Saison gegenüber den Vorjahren einen großen Vorteil hat: Der Kader ist mittlerweile wesentlich breiter aufgestellt. 15 Spielerinnen sind auf der Kaderliste verzeichnet, einige davon stehen zwar nur auf Abruf bereit, doch die Partien, in denen der TVB ohne Ersatzspielerin oder gar in Unterzahl auflaufen musste, gehören der Vergangenheit an. „Wir haben auch eine richtig gute Stimmung in der Mannschaft“, betont der Übungsleiter, dem aus der Hinrunde vor allem der knappe 18:16-Sieg im absoluten Topspiel gegen Rhede in Erinnerung geblieben ist. Aber auch das magere 25:25 gegen Aufsteiger Vennikel hat Zwanzig-Zeh nicht vergessen: „Da lief bei uns gar nichts.“

Seine Spielerinnen haben nun Blut geleckt, wollen den Platz an der Sonne unbedingt verteidigen, und auch der Vorstand hat seine Rückendeckung im Aufstiegsfall signalisiert. Ein Selbstläufer wird der Angriff auf die Verbandsliga bei zwei Punkten Vorsprung auf Rhede aber sicher nicht.

„Veilchen“ voll im Soll

Das zweite Jahr in einer neuen Liga ist immer das schwerste? Zumindest zu Beginn der Spielzeit widerlegte der TV Jahn die These deutlich. Die durch die Rückkehr von Julia Grunow und Denise Schulte-Euler verstärkten Hiesfelderinnen gewannen gleich die ersten drei Begegnungen. Danach lief es zwar nicht immer rund, mit 11:11 Zählern und Platz sechs sind die „Veilchen“ aber trotzdem voll im Soll. „Damit kann ich durchaus zufrieden sein. Am Ende der letzten Saison hatten wir schließlich nur 14 Punkte“, sagt Jahn-Trainer Jürgen Voss, der die Hiesfelder Damen auch über diese Saison hinaus trainieren wird.

Seine Schützlinge seien „insgesamt gereift“, die klaren Schlappen gegen die Topteams aus Bruckhausen und Rhede habe er schnell abhaken können. Nur die unnötige Niederlage gegen Lintfort wurmt Voss noch genauso wie die Tatsache, dass es gegen den Nachbarn MTV nur zu einem Remis reichte: „Da hätte ich schon sehr gerne gewonnen.“ Womit ein Ziel für die Rückrunde schon einmal klar wäre. Das andere: „Wenn wir noch einmal elf Punkte holen, wäre alles gut“, sagt der Coach.

Die Formkurve des Dinslakener Stadtrivalen MTV Rheinwacht zeigt mittlerweile nach oben. Nach einem völlig verkorksten Start mit 0:8 Punkten hat sich die Mannschaft von Angela Maas ins Mittelfeld zurückgekämpft. „Die Mädels haben zuletzt gezeigt, dass sie es können“, sagt die Trainerin, die sich aber grundsätzlich mehr von der Hinrunde versprochen hatte: „Vier Punkte mehr hätten es schon sein dürfen. Gegen Dingden, Uedem oder Wesel muss man nicht verlieren“, findet Maas, die nun hofft, dass ihre Schützlinge in der Rückrunde noch ein paar Positionen gut machen. Mut für diese Aufgabe schöpfen konnte Rheinwacht am letzten Sonntag, als die Dinslakenerinnen dem einzigen TVB-Verfolger aus Rhede zu Hause einen Punkt abknöpften.

Mit der Integration der jungen Spielerinnen ist die Übungsleiterin zufrieden, sieht aber auch hier noch Steigerungspotenzial: „Sie könnten sich ab und an noch ein bisschen mehr zutrauen. Aber das wird schon.“

Richtungsweisende Aufgabe

Am 7. Dezember keimte erstmals Hoffnung auf bei der Reserve der SV 08/29 Friedrichsfeld. Da fuhren die „Vereinigten“ im Heimspiel gegen den Uedemer TuS die ersten Zähler der Saison ein. Es blieben bisher die einzigen. Ansonsten blieb das junge Team des neuen Trainers Stefan Hansen, der immer wieder umbauen musste, den Nachweis der Landesliga-Tauglichkeit fast durchweg schuldig. Hansen, dessen Team am letzten Sonntag gegen Lintfort wegen Personalsorgen nicht einmal antreten konnte, will trotzdem nicht aufgeben. „Wir können den Klassenerhalt noch schaffen“, glaubt der Übungsleiter.

Schon sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sind aber viel Holz. Das Duell am Sonntag gegen den Neunten Adler Bottrop muss auf jeden Fall gewonnen werden.

Timo Kiwitz

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2015-01-22 17:01
Dinslaken Hünxe Voerde