Heimsieg an Himmelfahrt

Thomas Voß und luhukay erwischten einen Sahnetag.
Thomas Voß und luhukay erwischten einen Sahnetag.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Hünxe. Der Bruckhausener Thomas Voß gewann mit Luhukay das S-Springen beim eigenen Turnier. Weitere Erfolge für den Ausrichter.

Thomas Voß und „Luhukay“ hatten einen fehlerfreien Ritt und eine prima Zeit vorgelegt. Zittern musste der Reiter des gastgebenden RuFV Bruckhausen trotzdem noch. Erst als „Claudia“ dem letzten Teilnehmer des Stechens Sebastian Karshüning den Sprung über ein Hindernis verweigerte, stand der Sieg des Lokalmatadoren im prestigeträchtigen S-Springen des 82. Himmelfahrt-Turniers fest. Jetzt ging ein Raunen über die bestens besuchte Anlage am Sternweg. Für Voß und den ausrichtenden Verein hätte der hochklassig besetzte erste Tag kaum besser laufen können.

Vor allem auf dem Springplatz bewiesen die heimischen Aktiven immer wieder ihre Klasse. Der Gewinner des S-Springens heimste sich mit „Campari“ auch noch den Sieg in einer Springprüfung der Klasse L ein. Vereinskamerad Tobias Schult gewann mit „Lou Lou Light“ eine Springpferdeprüfung der Klasse L. In einer Springprüfung der Klasse M** freute sich Christina Voß mit „Chiquita“ über den zweiten Rang, mit Marc Impelmann auf „Caminio Cortes“ platzierte sich ein weiterer Bruckhausener als Zweiter bei der Springpferdeprüfung der Klasse M*.

Kühler Start

Von 7 Uhr morgens an ging es bis weit in den Abend nicht nur auf dem Springplatz, sondern auch im Dressurviereck Schlag auf Schlag. Eine große Belastungsprobe für die vielen Helfer, die sich nach sehr kühlem Beginn aber schnell über die wärmende Sonne freuen konnten. Und es war wie immer: Bei gutem Wetter muss sich der Verein an Christi Himmelfahrt um den Zuschauerzuspruch keine Sorgen machen. Am Donnerstag war der Andrang sogar besonders groß. „Es war schon um 10 Uhr richtig voll“, staunte der RuFV-Vorsitzende Paul Rösel, „sonst geht es eigentlich immer erst am Mittag los.“

Am allermeisten los war dann natürlich beim S-Springen, erst danach kehrte am Sternweg wieder etwas Ruhe ein. Zeit für Rösel, sich mit einem Vitamin-Shake („Eigentlich bräuchte ich davon jetzt drei“) wieder in Form zu bringen und ein erstes, richtig positives Fazit zu ziehen: „Alles läuft eigentlich problemlos. Der Platz hat gut gehalten, die Prüfungen waren aus meiner Sicht alle sehr hochwertig, und mit den vielen Profis, die heute hier am Start waren, hat man sowieso keine Mühe. Die wissen einfach, was zu tun ist“, erklärte ein zufriedener Vorsitzender.

Nur mit Enkelsohn Max hätte sich Rösel gerne ein wenig länger beschäftigt, doch für den anderhalbjährigen Sonnenschein blieb trotz des reibungslosen Ablaufes kaum Zeit. Das wird sich wohl auch am Sonntag noch nicht ändern, wenn der zweite Teil der traditionsreichen Veranstaltung auf dem Programm steht. Dann ist – erneut ab 7 Uhr morgens – vor allem der Nachwuchs an der Reihe. Und der kann bekanntlich noch ein wenig mehr Arbeit machen.