„Haben uns nicht mehr so gequält“

Oberlohbergs Trainer Andreas Matyjaszek im Gespräch mit seinem Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes, der nicht mehr weiter macht.
Oberlohbergs Trainer Andreas Matyjaszek im Gespräch mit seinem Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes, der nicht mehr weiter macht.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Die SGP Oberlohberg musste, so Trainer Matyjaszek, auch absteigen, weil der Wille nicht groß genug war.

Andreas Matyjaszek sollte Recht behalten. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SGP Oberlohberg prophezeite seiner Truppe eine harte Saison mit einem erbitterten Kampf um den Klassenerhalt. Dieser Kampf wäre möglich gewesen, doch selbst um einen solchen wirklich zu führen, holte die SGP mit 25 Punkten viel zu wenig und stand bereits Wochen vor Saisonende als Absteiger fest. Dabei zeigte das Team von der Gärtnerstraße in einzelnen Spielen immer wieder, dass es eigentlich zu mehr im Stande gewesen wäre. Ein Fakt, der „Schuppi“ umso mehr ärgert: „Wir sind auch abgestiegen, weil unser Wille nicht allzu groß war. Wir haben uns nicht mehr so gequält wie in den Jahren davor.“

Klejonkin nicht zu ersetzen

Hinzu kam großes Verletzungspech: Die Verteidiger Andreas Otto und Karsten Neumann fielen lange aus und auch SGP-Knipser Oliver Simic musste lange Zeit zusehen. „Zudem hat Younes Fagrach nur 70 Prozent der Spiele gespielt und ist oft aus dem Rhythmus gekommen. Wir mussten zudem Viktor Klejonkin ersetzen. Das ist uns einfach nicht gelungen. Das sind alles Faktoren, die ein paar Punkte mehr gebracht hätten“, erklärt Matyjaszek auch den Abstieg mit dem Verlust von Klejonkin, der inzwischen beim Landesligisten PSV Lackhausen spielt: „Ich musste immer mit verschiedenen Systemen und Formationen spielen. Da konnte auch kein Spielfluss aufkommen.“

Dabei erzählt „Schuppi“, dass er im vergangenen Sommer nach weiteren finanziellen Möglichkeiten bei Abteilungsleiter Ali Kaya herangetreten war, jedoch abblitzte: „Das ist aber okay für mich. Mir macht es nichts aus, in der Kreisliga zu trainieren. Wir müssen nur einfach eine Mannschaft beisammen haben, die oben mitspielen kann. Die A-Liga ist durch die Derbys auch sehr lukrativ und verspricht Spannung.“ Eine schlagkräftige Truppe dürfte Oberlohberg in jedem Fall haben: Denn 80 Prozent des Kaders bleiben bei den „Dörflern“, zwei Spieler stehen noch auf der Kippe: Enis Capri und Sascha Neuland zieht es beide zur Bundeswehr und da könnte der Fußball deutlich an Priorität verlieren. „Da werden wir sehen, wie es bei den beiden weiter geht“, so Matyjaszek. Lediglich Keeper Philipp Peitgen zieht es in den Essener Raum, für ihn will der langjährige Torwart Alex Rohde wieder einsteigen. Außerdem ist auch auf Marius Martha zwischen den Pfosten Verlass.

In jedem Fall erwartet „Schuppi“ von seinen Spielern, dass sie wieder mehr Einsatz zeigen und sich immer wieder zerreißen. „Wir sind in jedem Fall verdient abgestiegen, weil wir nicht immer an unsere Grenzen gegangen sind. Das ist meine Erwartungshaltung für die nächste Saison“, erklärt Matyjaszek, der die ersten Neuzugänge in den kommenden Wochen bekanntgeben möchte.