Glückauf, der Trainer geht

Thomas Drotboom
Thomas Drotboom
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Was wir bereits wissen
Thomas Drotboom verlässt den Fußball-Bezirksligisten Glückauf Möllen zum Saisonende und wird Assistenztrainer beim TV Jahn Hiesfeld.

Voerde..  Eigentlich hatte Thomas Drotboom vor, seine Bezirksliga-Fußballer in dieser Woche allein auf das heutige Kreispokalspiel vorzubereiten. Glückauf Möllen tritt um 19 Uhr in der fünften Runde beim A-Kreisligisten SuS 09 Dinslaken an, für beide Teams geht es darum, mit einem Sieg in die erste Runde des Niederrheinpokals zu kommen. Mit der Möllener Mannschaft hatte Drotboom am Montagabend aber noch etwas anderes zu besprechen – der Trainer macht zum Saisonende Schluss bei Glückauf und wird Assistenzcoach beim Oberligisten TV Jahn Hiesfeld.

An der Seite Jörg Vollacks will der 48-Jährige bei den „Veilchen“ eine neue Aufgabe beginnen. „Ich hab’s den Jungs vernünftig erklärt, es tut mir auch ein Stück weit Leid, aber sie haben es super aufgenommen“, sagt Drotboom, „und wir tun zusammen alles, um unser Ziel zu erreichen“.

Bis zum Ende der Saison heißt dieses Ziel Klassenerhalt in der siebten Liga, kurzfristig steht die Aufgabe beim SuS 09 an. „Wir möchten in den Niederrheinpokal kommen, das wäre auch gut für den Verein, wenn es dort gegen einen attraktiven Gegner geht“, sagt der Glückauf-Trainer. „Aber wir wollen es nicht um jeden Preis der Welt.“ Die Aufgabe in der Meisterschaft geht vor, und Drotboom überlegt, den einen oder anderen Akteur für die noch kommenden wichtigen Aufgaben zu schonen. Matthias Mölleken fehlt ohnehin wegen einer Gelbsperre, Michael Badke ist noch angeschlagen und für Marco Breder wird’s studienbedingt zeitlich heute Abend eng, pünktlich in Dinslaken zur Stelle zu sein.

09-Trainer Ingo Hermann würden solche Gedankenspiele seines Kollegen entgegenkommen, er geht optimistisch in die Partie: „Bei uns sind alle gesund und fit, wir haben mit Oberlohberg schon einen Bezirksligisten im Pokal ausgeschaltet und wollen auch gegen Möllen gewinnen.“ Auf dem eigenen Rasen in der Abwehr sicher stehen und vorne mit den eigenen schnellen Leuten die Chancen nutzen, lautet das Rezept für den SuS: „Wir spielen unser Spiel, mal schauen, wie weit wir damit kommen.“