Gelungenes Saisonfinale

Julia Koch war mit Bendix knapp vorne.
Julia Koch war mit Bendix knapp vorne.
Foto: traberfoto-sx
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Amateur-Trabrennfahrer Jörg Hafer holte die Dintrab-Cups. Florian Skringer schaffte an Silvester den Gleichstand bei den Lehrlingen.

Nach dem Wintereinbruch präsentierte sich das Geläuf am letzten Renntag des Jahres in Dinslaken der Jahreszeit gemäß – keineswegs ideale Bedingungen, aber absolut akzeptable. Erfreulicherweise hielt sich auch – anders als beim ebenfalls veranstaltenden Straubinger Rennverein – die Anzahl der Nichtstarter in verträglichen Grenzen. Daher durfte man auch mit dem generierten Wettumsatz durchaus zufrieden sein: Ein gelungenes Saisonfinale am Silvestertag. Die Traber-Saison 2015 beginnt nach der Winterpause an einem Montagabend, am 9. März.

Florian Skringer muss sich den Titel „Deutscher Lehrlingschampion“ zwar mit Philipp Caternberg teilen, doch auch ein Sieg im toten Rennen bleibt bekanntlich ein Sieg. Und beeindruckend war es schon, wie der junge Mann nach dem Sieg in Hamburg nicht aufgab, als Caternberg in Berlin umgehend wieder nach vorn gezogen war, sondern Silvester quasi seine letzte Chance nutzte.

Hafer zehrt von seiner Führung

Wie schon beim Renntag zuvor verstand sich Florian Skringer mit Karat prima. Gegen den heranstürmenden Vulcano ZR blieb Karat im Viererwettrennen vorn. Alfons Migliore und Darwin komplettierten die Königswette, die 4570:10 zahlte.

Einmal mehr war 2014 ein sehr erfolgreiches Jahr für Jörg Hafer. Der Versicherungskaufmann konnte seinen Titel als Deutscher Amateurchampion verteidigen und holte sich auch in Dinslaken den Jahreswettbewerb der Amateure.

Dabei musste Hafer aber von seiner Führung im „Dintrab-Cup der Neutor-Galerie“ zehren, denn Rio Chico bot bei seinem zweiten Start nach der Pause nicht genug und kam nur als Letzter ins Ziel. Doch letztlich reichte es dennoch zum Gesamtsieg.

Den neunten Wertungslauf hatte sich Julia Knoch mit Bendix gesichert. Thomas Maaßen unterlag mit Accra knapp, Johan Neels wurde Dritter mit Flodder, während Anke Börnig auf Rang vier mit Comic Rapida wichtige Punkte sammelte, um den zweiten Platz in der Gesamtwertung zu behaupten. Allerdings gab es auch hier ein totes Rennen, denn Thomas Maaßen hatte dank des zweiten Platzes in der letzten Wertung insgesamt gleichgezogen.

Noch ärger war es für Hafer im letzten Lauf zum „Dintrab-Cup der Traber-Allianz-West“ gelaufen, als ihm Favorit Chacha Blue im ersten Bogen wegsprang. Die sich zuvor bereits in Hamburg sehr speedig zeigende Helena gewann mit Jacqueline Lenzmann – doch auch diesmal reichte der Vorsprung in der Gesamtwertung des Wettbewerbs für Hafer.

Allzu häufig fährt Jan Kromkamp nicht in Deutschland, doch nach seinem Gastspiel in Hamburg versuchte sich der niederländische Berufsfahrer auch Silvester in Dinslaken. Zunächst servierte er Cooper Star im Rücken von Dom Perrignon außen einen guten Verlauf und machte den Hengst im Speed zum Seriensieger. Dank des Sieg-Jackpots gab es diesmal am meisten. Nach 32:10 zweimal zahlte Cooper Star diesmal sogar 50:10. Pech für den außen herum brav laufenden Dom Perrignon, denn der zweite Platz war einerseits gut, andererseits hätte es mit einem Sieg noch zum Titel „Pferd des Jahres“ gereicht – wenngleich auch das im toten Rennen. So aber gehört die Auszeichnung Bruno Lanzarote.

Während Kromkamp dann wie erwartet die Debütantin Exquise Meerswal aus der Maidenklasse führte und damit einen Doppelerfolg feierte, verwandelte Roland Hülskath dann den „Elfmeter“ mit dem Tipp des Tages Erasmus Greenwood. Im Sport möge der Beste gewinnen, und das war Erasmus Greenwood diesmal, doch sicher hatte der eine oder andere der zweitplatzierten Vega‘s Pagasusgirl die Daumen gedrückt – saß doch Florian Skringer im Wagen, und ein Volltreffer hätte ihn kurz vor Jahresschluss zum alleinigen Lehrlingschampion gemacht!

Gloria Victoria ist eine Trabreitspezialistin par excellence. Mit Michelle Kokkes setzte die 20:10-Favoritin den Schlusspunkt unter das Rennjahr 2014. Zu Beginn der Schlussrunde war die Stute nach vorn gegangen und avancierte im „Ladytrab-Monté-Cup der Traber-Allianz-West“ zur Seriensiegerin.