Für Glückauf zählt nur ein Sieg

Hakan Gül setzt sich am Sonntag auf die Bank.
Hakan Gül setzt sich am Sonntag auf die Bank.
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Was wir bereits wissen
Voerde/Dinslaken. Ein Punkt wäre für den abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten aus Möllen gegen Klosterhardt II zu wenig.

Ein Erfolg beim Mülheimer SV 07 hätte die Möllener Bezirksliga-Kicker am Pfingstmontag fast schon aller Abstiegssorgen entledigen können. Daraus wurde bekanntlich nichts. Mit 2:3 zog Glückauf den Kürzeren. Eine vertane Chance, aber noch lange nicht das Ende für die Elf von Thomas Drotboom. Am Sonntag um 15 Uhr empfängt sein Team mit der Reserve von Arminia Klosterhardt einen weiteren direkten Konkurrenten.

Die Voraussetzungen sind eindeutig: Im Falle eines Sieges zieht Möllen an den Oberhausenern vorbei und hat am letzten Spieltag gegen das abgeschlagene Schlusslicht Vatangücü Mülheim alles selbst in der Hand. Ein Remis reicht nicht, dann wäre Glückauf kommende Woche auf kaum zu erwartende Schützenhilfe angewiesen. „Wenn jeder Vollgas gibt, dann klappt es“, ist Drotboom nach dem jüngsten Rückschlag wieder optimistisch, „die Mannschaft hat das weggesteckt, die Jungs sind gut drauf, alle wissen, worum es geht.“

Gül auf der Bank

Sogar Sturmroutinier Hakan Gül hat angekündigt, sich nach langer Verletzungspause wieder auf die Bank zu setzen. „Ein super Zeichen vom Hakan. Er hat den Jungs am Mittwoch gesagt, dass er notfalls in den letzten zehn Minuten rein kommt und noch eins macht“, erzählt der Trainer, der auf die gesperrten Mehmet Rustemi und Pierre Salewski verzichten muss. Michael Badke dürfte in die Anfangsformation rücken. Drotboom: „Ein Terrier. Genau der richtige Mann für so ein Spiel.“

Die bereits abgestiegene SGP Oberlohberg könnte den Möllenern mit einem Erfolg bei TuRa 88 Duisburg, das wie Klosterhardt II 42 Punkte auf dem Konto hat, Schützenhilfe leisten. SGP-Coach Andreas Matyjaszek will das schon allein wegen seiner Freundschaft zu Glückauf-Co-Trainer Valentin Grgic, der vor einigen Wochen Vater geworden ist, versuchen: „Damit der Vale nicht noch mehr schlaflose Nächte hat.“ Dass die „Dörfler“ in Duisburg etwas holen wollen, sei, so Matyjaszek, ohnehin keine Frage: „Ich fahre nirgendwo hin, um die Punkte da zu lassen.“ Personell habe sich weiterhin aber nicht viel geändert. „Schuppi“ kann es mittlerweile etwas gelassener sehen: „Der eine kommt, der andere geht.“