Fünf Millionen für die „bloße Sanierung“

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Dinslaken. Bestandsaufnahme der Bezirkssportanlagen ergab keine Überraschungen. Schlechter Zustand

Als Thomas Termath für die Verwaltung der Stadt die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zum Zustand der Dinslakener Bezirkssportanlagen präsentierte, da ging kein Raunen durch den Sitzungssaal. Fast schon teilnahmslos nahmen die Mitglieder des Sportausschusses die Ausführungen hin. Wirklich überraschen konnten die schlechten Nachrichten natürlich nicht. Dass es auf und an den Wettkampfstätten an vielem mangelt, ist schließlich schon lange bekannt. Rund fünf Millionen Euro (2,3 Millionen für die Gebäude, 2,7 Millionen für die Außenanlagen) seien allein nötig für, so Termath, „die bloße Sanierung“, also, um die Anlagen am Volkspark, an der Voerder Straße, in Lohberg, Oberlohberg und Hiesfeld „auf einen halbwegs nutzbaren Stand zu bringen.“

Die Frage nach der Zukunftsfähigkeit oder eventuell angebrachten Modernisierungen, wie zum Beispiel durch den Austausch von Rotgrandplätzen mit Kunstrasenfeldern, war nicht mit eingeflossen. Die Verwaltung will nun, so Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann, Leitlinien für die Sanierung entwickeln, um dann in einem weiteren Schritt mit den Vereinen in die Diskussion zu gehen.

Wirklich Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Zustände kann die Dezernentin den Sportlern allerdings kaum machen: „Wir beginnen einen längerfristigen Prozess, der sich natürlich immer an den finanziellen Möglichkeiten der Stadt Dinslaken orientieren muss“, sagt Jahnke-Horstmann. Und die Kassen sind bekanntlich leer.

Die Bestandsaufnahme der Gebäude war vom Hochbaubereich der Stadt durchgeführt worden, die Analyse der Außenanlagen vergab die Verwaltung an einen externen Landschaftsarchitekten. Auslöser war der Wunsch der Stadt, die Pflege der Bezirkssportanlagen in Zukunft in die Hände der Vereine – wie in Voerde bereits passiert – zu übergeben. Diese Übergabe könne aber erst geschehen, das betonte die Verwaltung noch einmal, wenn diese in einem intakten Zustand seien. Welche Voraussetzungen müssen also geschaffen werden, um die Anlagen übergeben zu können? Das sei nun die dringlichste Frage. Mit welcher Ernsthaftigkeit man denn jetzt wirklich voranschreiten wolle, wollte Volker Berenthien von der UBV nach einigen Negativbeispielen unbedingt wissen. „Sehr ernsthaft“, entgegnete Jahnke-Horstmann.