Friedrichsfeld darf wieder ganz leise hoffen

Denis Mühleweg (links) und Andreas Gnielka können mit 08/29 noch einmal ein klein wenig hoffen.
Denis Mühleweg (links) und Andreas Gnielka können mit 08/29 noch einmal ein klein wenig hoffen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Voerde. Hönnepel hat in der Fußball-Bezirksliga zwei Spieltage vor Schluss nur noch vier Zähler Vorsprung. 08/29 empfängt Olympia Bocholt. Der SV Spellen kann mit zwei Siegen die Klasse halten.

Damit war eigentlich nicht mehr zu rechnen. Zwei Spieltage vor dem Saisonende hat die SV 08/29 in der Fußball-Bezirksliga tatsächlich wieder eine kleine Chance auf die Meisterschaft. Der lange Zeit so souveräne Spitzenreiter aus Hönnepel hat zuletzt Federn gelassen, die Friedrichsfelder erledigten ihre Hausaufgaben. Vier Punkte trennen die „Vereinigten“ nur noch vom Tabellenführer. Vor der Heimpartie gegen Olympia Bocholt (Sonntag, 15 Uhr) will sich Mark Lanfermann aber ausschließlich auf die eigene Aufgabe konzentrieren. „Wenn wir gewinnen, können wir dann mal ganz schüchtern auf die Tabelle schauen“, sagt der 08/29-Coach. Der Ligaprimus spielt zeitgleich gegen den Vierten aus Krechting.

Für Lanfermann ist eines klar: „Sollte es am Ende nicht mehr reichen, dann haben wir es viel früher vergeigt. Außerdem muss man einfach auch anerkennen, dass Hönnepel eine richtig starke Rückrunde gespielt hat.“

Beim 3:2-Sieg in Uedem zeigten auch die Friedrichsfelder zuletzt eine starke Leistung. „Das war sehr ordentlich. Wenn wir wieder so auftreten, sieht es gut aus, aber Olympia hat keine schlechte Truppe. Das wird kein Spaziergang“, warnt Lanfermann. Die Bocholter benötigen jeden Zähler für den Klassenerhalt. 08/29 muss auf den gesperrten Marvin Prietzel und auf Dennis Mielke, dessen Tochter getauft wird, verzichten.

Zwei Heimsiege in Folge haben den SV Spellen auf den elften Tabellenplatz befördert, der am Ende auch den Klassenerhalt bedeuten würde. Eine Ausgangslage, die für Markus Osthoff einen ganz großen Vorteil birgt: „Wir haben es selbst in der Hand“, sagt der SVS-Coach, „wenn wir die letzten beiden Spiele gewinnen, bleiben wir drin. Da muss uns gar nicht interessieren, was auf irgendwelchen anderen Plätzen so läuft. Beim Tabellenfünften SGE Bedburg-Hau will sein Team am Sonntag den ersten Schritt machen. Osthoff traut seinen Schützlingen einen Erfolg durchaus zu, auch wenn „der Gegner ein paar Plätze über uns steht.“

Allerdings gibt es in Sachen Aufstellung noch einige Fragezeichen: Sebastian Göhl und Alexander Thelen plagten sich unter der Woche mit Blessuren aus dem Spiel gegen Pfalzdorf (2:1) herum, konnten nicht trainieren. Der Einsatz von weiteren Akteuren steht wegen der Arbeit noch auf der Kippe.

Und dann ist da noch das Orker Schützenfest, das möglicherweise nicht die beste Spielvorbereitung für den ein oder anderen Spellener Kicker ist. Osthoff will sich in die Wochenendplanung aber nicht einmischen: „Ich sage da nix zu. Das müssen die Jungs selbst wissen.“