Fechtturnier punktet mit Beschaulichkeit

Andra Poetschki (links) vom SV Spellen wurde Sechste bei den Juniorinnen.
Andra Poetschki (links) vom SV Spellen wurde Sechste bei den Juniorinnen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Voerde. Sieben Jahre lang hatte der SV Spellen keinen Degen-Wettbewerb mehr ausgerichtet. Am Wochenende war es dann wieder so weit in der Dreifachhalle des Schulzentrums Voerde-Nord. En garde

Alle acht Fechter standen dicht beieinander, als nach der Siegerehrung der Senioren zum Foto gebeten wurde – und fast alle waren sich einig: „ Ein kleines, aber feines Turnier.“ Beim ersten „Elektro-Pesch-Pokal“ des SV Spellen gingen insgesamt 18 Teilnehmer in der Dreifachhalle Voerde-Nord mit dem Degen in die Gefechte.

Am Samstag trafen die Klassen der Junioren und der Aktiven aufeinander. Gefochten wurde im sogenannten Marathonsystem. Hierbei gab es eine Vorrunde, in der alle Fechter aufeinander trafen. Nach der Vorrunde erfolgte eine Platzierung, gestaffelt nach Siegen. In der sich anschließenden K.O.-Phase wurde jeder Platz noch einmal einzeln ausgefochten. „Wir haben uns für das Marathonsystem entschieden, weil wir uns als Turnier erst einmal wieder einen Namen machen müssen,“ erklärte die Fechtabteilungsleiterin des SV Spellen Lisa Klamer.

Sieg für Ex-Spellener

Bei den Junioren (17-19-Jährige) gingen sechs Frauen auf die Fechtbahn. Am Ende setzte sich Hannah Lankes vom Fencing Team Bocholt durch. Zweite wurde Carolina van Eldik vom Lohausener SV. Den dritten Platz belegte Louisa Hegering, den vierten Platz holte sich Anna Sophia Meier, beide Mitglieder des Fencing Team Bocholt. Beste Spellenerin war Lena Niermann, sie belegte den fünften Platz. Sechste wurde Andra Poetschki, ebenfalls vom SV Spellen.

Bei den Aktiven konnte sich der Ex-Spellener Stefan Geffroy den ersten Platz sichern. Geffroy, der studienbedingt nun für den Aachener FC den Degen schwingt, setzte sich im entscheidenden Gefecht gegen Richard Donke vom Düsseldorfer FV mit 15:3 durch. Dritter wurde der Spellener Philipp Passe. Den vierten Platz errang Paul Eisenberg vom Düsseldorfer FV, da er sich gegen Mahmoud Maysami vom Duisburger FK mit 15:13 durchsetzen konnte. Erste und einzige Frau bei den Aktiven war Silke Klaas vom SV Spellen.

Die Altersklasse der Senioren ging am zweiten Turniertag auf die Fechtbahn. Mit Philipp Passe ging hier auch ein Spellener Fechter ohne Wertung mit in den Wettkampf. Mahmoud Maysami vom Duisburger FK war auch bei den Senioren zugegen, nachdem er am Vortag bei den Aktiven gefochten hatte. Einzige Teilnehmerin bei den Frauen und damit auch Wettkampfsiegerin wurde Christine Masopust von Eintracht Duisburg. Bei den Männer holte sich Arnim Robota von der FS Germania Solingen den ersten Platz. Er konnte den zweitplatzierten Spellener Franz Bougardier dann doch deutlich mit 10:3 schlagen und sich so den ersten Platz sichern. Dritter wurde Gerhard Engelien vom FS Germania Solingen. Den vierten Platz belegte Christoph Mertens vom Pulheimer SC. Fünfter wurde Mahmoud Maysami vom Duisburger FK. Den sechsten Platz erkämpfte sich Jörg Neufeld vom FC Grunewald.

„Wir sind mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden und haben viele positive Rückmeldungen erhalten,“ erklärte Klamer, die seit 2013 die Abteilungsleiterin der SVS-Fechter ist und unbedingt wieder ein eigenes Turnier für den SV Spellen ausrichten wollte. 2008 fand für das letzte selbst organisierte „Spellener Degenturnier“ statt.

Die Idee für das familiäre Turnier unter neuem Namen beschreibt Klamer so: „Als wir auf anderen Turnieren angesprochen wurden, warum wir denn kein eigenes Turnier mehr ausrichten, haben wir uns in der Abteilung zusammengesetzt und daraus ist dann das „Elektro-Pesch-Turnier“ geworden.“

Jetzt, wo das erste Turnier wieder stattgefunden hat, hofft Klamer, es auch in den nächsten Jahren fest zu etablieren: „ Das Resümee war positiv, und ich hoffe, dass sich das in der Szene herumspricht und wir nächstes Jahr wieder ein paar mehr Anmeldungen auf dem Tisch liegen haben.“