Favoriten mit Handicap

Foto: Sexauer
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Massenandrang herrschte zur Starterangabe für den Pfingstmontag auf der Trabrennbahn am Bärenkamp.

Dinslaken..  Der traditionelle Renntag der Rheinfelsquelle „sprudelt über“. Massenandrang herrschte zur Starterangabe für den Pfingstmontag auf der Trabrennbahn am Bärenkamp. Nicht nur das mit 4000 Euro Preisgeld ausgestattete Hauptereignis um den „Pokal der Rheinfelsquelle“ hat eine starke Besetzung erfahren, sondern auch der weitere zehn Rennen umfassende Rahmen. Insgesamt sind 125 Pferde am Ablauf; der erste Start erfolgt um 14 Uhr.

An die 65 000-Euro-Garnitur wendet sich der mit 4000 Euro Preisgeld bestückte „Pokal der Rheinfelsquelle“, der an neunter Stelle des Programms einen spannenden Verlauf verspricht. Die vorab leicht favorisierten Pferde haben allesamt mit schlechten Startnummern zu kämpfen, so dass der Rennverlauf eine entscheidende Rolle auf der Halbmeilenbahn in Dinslaken spielen wird.

Der kürzlich unsanft entzauberte Ex-Seriensieger Lotus Star benötigt aus zweiter Reihe mit Tim Schwarma schon ein wenig Rennglück, doch bei passendem Verlauf ist er auf der Siegparade vorstellbar. Das gilt fraglos auch für Amigo Butcher in der Hand von Rob de Vlieger. Der kürzlich auf 12,7 gesteigerte „Köpi-Pokal“-Sieger 2013 hat zwar den letzten Start vor Ort versemmelt, doch auch er ist als Sieger denkbar. Zweifellos ist auch der brave Salut ins Kalkül zu ziehen, der mit Champion Michael Nimczyk aus zweiter Startreihe aber eine „Zugmaschine“ benötigt.

Gute Aussichten für Nimczyk

Wären die aktuellen Formen etwas besser, so dürften auch Dimaggio Boko (Stefan Schoonhoven) und Cesc Boko (Robbin Bot) allererste Aussichten anmelden, die eine weitaus besser Startposition als die Gemeinten haben.

Ganz gleich, ob Michael Nimczyk im Hauptrennen des Tages den Sieger ins Ziel steuerte, festzustehen scheint, dass der Champion nicht mit leeren Händen den Heimweg antreten wird. Vor allem mit hoffnungsvollen jungen Pferden kann Nimczyk schon vor dem Topereignis gewinnen. Robin Hood Diamant gleich zum Auftakt als frischer Sieger zählt ebenso dazu wie der dreijährige Debütant Prinz Friedrich, der ein Vollbruder zum „Vollbomber“ Fridericus ist.

Beste Aussichten sollten trotz des durchwachsenen Formenspiegels auch Kay Ray Mo und die frische Siegerin Halliwell besitzen. Gar nur schwer schlagbar erscheint nach aktuellen Eindrücken Ontheway Diamant, deren zweite Plätze allemal reichen, zumal sie jüngst in Hamburg alles andere als glücklich war.

Im „Sinalco Aquintell-Preis“ an vierter Stelle wird ein Jackpot in der Viererwette in Höhe von 1950 Euro ausgespielt, so dass eine Auszahlungsgarantie von 7000 Euro gegeben werden kann. Hier kann es ebenfalls einen Sieg des Goldhelms geben, denn die Wiederqualifikation von Onemanshow Diamant könnte auf eine „One-Horse-Show“ hindeuten. Wer dann Formfahrer Victor Gentz mit Inglaise, Nachwuchsmann Daniel Kloß mit Beatrice Boko, Ralf Oppoli mit Vauxhall und Tim Schwarma mit Solo con Te dazu mischt, der könnte schon auf dem Weg zur Auszahlungskasse sein.

Kein Zuckerschlecken für Hafer

Auch wer kein Russisch kann, wird mit „Dawai“, was soviel wie „Los, los!“ bedeutet, etwas anfangen können. Vielleicht muss Amateurchampion Jörg Hafer diesen imperativischen Ausruf nutzen, um sein in Russland gezogenes Pferd No-Shpa vorwärts zu bringen, wenn der Spitzenreiter im „Dintrab-Cup“ an zweiter Stelle antritt. Vor allem gegen Silvia Raspe und Eddiereadygo, der den Antrieb bereits im Namen hat, und Jan Steinhaus wird es kein Zuckerschlecken. Der talentierte 16-jährige Nachwuchs-Amateur holte sich mit Imperial Corner den ersten Sieg seiner Laufbahn und will dank seiner Erlaubnis auch am Bärenkamp herrschen.