„Fahren bis zum Anschlag“

Das Team Wüster-Hering mit Unterstützer Stephan Erdmann (Mitte)
Das Team Wüster-Hering mit Unterstützer Stephan Erdmann (Mitte)
Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. Neues Mountainbike-Team startet am Wochenende beim 24-Stunden-Rennen am Alfsee.

Der Saisonhöhepunkt lässt noch ein wenig auf sich warten. Am ersten Augustwochenende drehen die Mountainbiker wieder im Duisburger Landschaftspark Nord ihre Runden beim 24-Stunden-Rennen. Dann will auch das neu formierte Mixed-Team „Wüster-Hering“ mit Mitgliedern aus Dinslaken und Voerde in allerbester Verfassung sein, um soweit wie möglich vorne zu landen. Am Wochenende will der „Vierer“ schon einmal einen ernsthaften Test durchführen. Die Mannschaft mit dem Hiesfelder Peer Hüsken, Sabine Poluzyn und Oliver Hering aus Voerde sowie Erik Hoffmann aus Rees startet bei den Deutschen Meisterschaften im 24-Stunden-Rennen am Alfsee.

Unbekannte Gegner

Zurücknehmen müssen sich die passionierten Radsportler dort nicht, schließlich ist bis zum nächsten großen Ziel noch genügend Zeit zur Regeneration: „Wir nehmen das ernst und fahren bis zum Anschlag“ kündigt Oliver Hering, gleichzeitig Teamsponsor und Namensgeber, an. Wofür es am Ende reichen kann, ist allerdings schwer einzuschätzen: „Viele Teams kommen eher aus dem Norden, die kennt man kaum“, sagt Peer Hüsken. Die letzte Formüberprüfung verlief jedenfalls ganz erfolgreich. Beim NRW-Cup im Cross-Country platzierten sich Hüsken, Hering und Hoffmann sehr gut. Bei der Zwölf-Stunden-WM in Bayern schnitt Sabine Poluzyn bei schwierigen Bedingungen als Achte im Zweier-Mixed ordentlich ab. Hinter ihrer Form steht nach einem Bänderriss aber immer noch das größte Fragezeichen.

Die Idee, in dieser Saison als Vierer-Mixed zu starten, entstand aus dem Wunsch heraus, mal wieder etwas neues auszuprobieren. „Das macht doch den Reiz aus“, findet Hüsken, der in den letzten Jahren immer wieder in verschiedenen Konstellationen in Duisburg am Start war. In verschiedenen Teams, dann als Einzelstarter und dann zweimal als Mixed-Duo mit Poluzyn.

Hering, der erst seit drei Jahren Mountainbike fährt und erst seit zwei Jahren an Rennen teilnimmt, war schnell Feuer und Flamme, kümmerte sich um Sponsoren und die Rahmenplanung. Das Projekt entwickelte sich schnell. „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen und hatten auch schon Anfragen von Leuten, die in unser Team wollen“, erzählt der Inhaber einer Werbeagentur. Ob die Gruppe in den nächsten Jahren aber noch ausgebaut wird, will sich Hering zum jetzigen Zeitpunkt noch offen halten: „Es ist immer noch Hobby“, sagt der leidenschaftliche Radfahrer, der sich bei Tornado Rees, dem Verein seines Sohnes, auch noch ein wenig in der Jugendarbeit engagiert.

Am Wochenende ist dafür natürlich keine Zeit. In Niedersachsen geht es 24 Stunden lang buchstäblich rund. Danach wird das Quartett schon eine wesentlich größere Vorstellung davon haben, was sie Anfang August in Duisburg erwartet.