Erst Sturz - dann Sieg im NRZ-Profi-Cup
11.08.2009 | 17:03 Uhr 2009-08-11T17:03:00+0200Tim Schwarma siegte mit Gimmick As. Gerd Biendl aus Bayern gewann den Trial zum Vierjährigen-Marathon mit Top of the Rocks.
Beim ersten Renntag nach dem Insolvenzantrag des Trabrennverein Dinslaken wurde am Bärenkamp der achte Wertungslauf zum „NRZ-Profi-Cup" entschieden. Der 18-jährige Tim Schwarma, der vor dem dritten Rennen einen Sturz mit Bemms Bomber schadlos überstand, hatte hier mit Gimmick As das überlegene Pferd zur Hand und rechtfertigte mit einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg seine Nominierung als deutscher Vertreter für die Anfang September auf Mallorca ausgetragene Europameisterschaft der Nachwuchsfahrer. In der Gesamtwertung des Profi-Cup baute „Goldhelm" Michael Nimczyk, seinerseits übrigens Lehrlings-Europameiser 2005, seine Führung durch den zweiten Platz mit Waterlily Boshoeve weiter aus.
Anschließend gab es mit dem Trial II des „Vierjährigen-Marathon" (10 000 Euro/2550 Meter) gleich wieder ein sportliches Highlight, zu dem man mit Gerd Biendl auch einen prominenten Gast aus Bayern begrüßen durfte.
Der 52-Jährige hatte Top of the Rocks mit an den Niederrhein gebracht und die Reise-Strapazen am Ende erwartungsgemäß nicht umsonst auf sich genommen. Nach sehr vorsichtigem Beginn hatte Biendl eine langsame Phase zu Beginn der zweiten Rennhälfte genutzt, um mit seinem Schützling vom Ende des Feldes zur führenden Yasmine Boshoeve (Jos Oorthuysen) vorzurücken und damit die Grundlage für seinen souveränen Erfolg über Hannieball (John Westenbrink) und Lollo Axe (Roland Hülskath) geschaffen. Moderate 1:18,9 reichten dem erst am zweiten Weihnachtstag des vergangenen Jahres qualifizierten Hengst letztendlich aus, um sich seinen siebten Saisonerfolg und damit die 5000 Euro-Siegprämie zu sichern. Immerhin noch 750 Euro gab es für Jolimede (Reinier Feelders) der auf kurzen Wegen den vierten Platz vor der von Michael Nimczyk gefahrenen Yewel Boshoeve sicherstellte.
Guter Sport wurde in der Prüfung für die höchste Tagesklasse geboten. In Tagesbestzeit von 1:17,2/2100 Meter war der im ersten Bogen nach vorn gezogene Sir Groenhof (Tom Kooyman) hier gegen den beim ersten Start nach mehrmonatiger Pause im Speed eingesetzten Prince of Night (Roland Hülskath) und seinen „Schatten" Jacky Brown (Ralf Künzel) überlegen voraus.
Einige Zeit warten mussten die Freunde der Viererwette auf das Ergebnis. Sowohl der Erstplatzierte Diamond Hallinck (Roland Hülskath) als auch der als Zweiter über die Ziellinie gekommene Ben Santana (Robbin Bot) hatten hier nach Auffassung der Rennleitung im Einlauf die Fahrspur verändert, was allerdings nur im Fall des Wallachs zur nachträglichen Disqualifikation führte, weil dieser Jette Way (Michael Nimczyk) dabei rennentscheidend behindert haben soll. Hülskaths minimale Abweichung von der Ideallinie hatte hingegen keinen Einfluss auf den Rennausgang, weshalb der „Silberhelm" den Sieg behalten durfte und mit einer Geldbuße von 25 Euro davon kam, während Robbin Bot mit einem siebentägigen Fahrverbot bestraft wurde. Nutznießer dieses Vorgangs waren unter anderem die jeweils einen Rang vorrückenden Tycona Byd (Johannes Bot), Jette Way und Kansas C (Gerrit Gommans). Quote in der Viererwette: 12 612:10.
Erfolgreichster Fahrer des Abends war John Westenbrink. Der 27-jährige Niederländer entschied die vierte Tagesprüfung mit Unexpected Well für sich und führte gleich im Anschluss den vierjährigen My Special Prayer beim vierzehnten Karriere-Start zum ersten vollen Erfolg.
Der Gesamtumsatz betrug 114 241 Euro (Außenumsatz 66 960 Euro).
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