Erinnerung an einen Gruselkick

Jörg Vollack
Jörg Vollack
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Trainer Jörg Vollack erwartet beim Heimspiel des Fußball-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld am Sonntag gegen Nievenheim einen Sieg-

Dinslaken..  Es war ein kalter Freitagabend im vergangenen November – und aus Sicht des TV Jahn Hiesfeld ein missratener dazu. Die Fußballer mussten in der Oberliga die gut 73 Kilometer zum Aufsteiger VdS Nievenheim fahren, um ein Spiel zum Vergessen zu erleben. Gegen eine spielerisch arg limitierte Mannschaft mit einem unsicheren Torwart leisteten sich die „Veilchen“ in der Defensive einen Aussetzer nach dem anderen und verloren eine scheinbar unverlierbare Partie mit 3:4. Kein Wunder, dass Jahn-Trainer Jörg Vollack vor dem Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) in Hiesfeld nur ungern an den Grusel-Auftritt in Dormagen erinnert werden möchte.

„Das war das schlechteste Spiel, seitdem ich die Mannschaft trainiere“, findet der 49-Jährige, „ich war noch nie so sauer wie damals nach dem Abpfiff“. Den Willen, das im Hinspiel Erlebte nun gegen den als Absteiger feststehenden Tabellenletzten zu korrigieren, fordert Vollack von seinen Schützlingen ein, „und ich denke, dass die Mannschaft das auch will“. Nach wie vor ist der fünfte Platz in der Oberliga noch greifbar, die Kicker können sich bis zum Saisonende ein paar Siegprämien einstreichen; beides soll Ziel sein, wenn es gegen Nievenheim geht.

Die große Unbekannte dabei wird sein, inwiefern der Gegner am Spiel teilnimmt oder stur auf Mauertaktik setzt. „Gegen Kapellen haben wir es gut gemacht, daran sollten wir anknüpfen“, wünscht sich Jörg Vollack, der wieder auf Kevin Kolberg zurückgreifen kann und auf der Gegenseite auf einen Bekannten trifft: Mit Thomas Bahr, der seit Ende April anstelle von Marko Niestroj für die Nievenheimer als Trainer verantwortlich ist, kickte der Hiesfelder Coach einst in Düsseldorf.