„Entsetzt und erschrocken“

„Entsetzt und erschrocken“ hat der Hauptvorstand des VfB Lohberg gestern auf die Vorwürfe der eigenen Tennisabteilung reagiert. Die Spekulationen, die deren Abteilungsleiter Marc Ochodlo im Gespräch mit der NRZ äußerte, verweisen der 2. Vorsitzende Klaus-Dieter Szymkowiak und Schatzmeisterin Regina Schott ins Reich der Fabeln. „Es ist absurd, zu denken, dass wir mit den Mitgliedsbeiträgen unsere Fußballer bezahlen. Bei uns bekommt niemand Geld“, sagt Schott. Außerdem habe der Verein, wie Ochodlo vermutete, keine Sponsoren verloren, sondern sogar noch welche hinzugewonnen. Finanzielle Nöte seien allerhöchstens entstanden, weil noch Altlasten abzutragen seien, die der vorherige „Knappen“-Vorstand zu verantworten habe.

Nur 80 aktive Mitglieder

Außerdem habe die Tennisabteilung nur 80 aktive Mitglieder, viele davon würden Familienbeiträge zahlen. Die Behauptung, dass die Tennisspieler für die Hälfte der gesamten Mitgliedsbeiträge (504 Mitglieder hat der VfB Lohberg insgesamt) sorgen würde, hält Schott ebenfalls für schlichtweg falsch. „Herr Ochodlo kann mit seinen Aussagen dem gesamten Verein schweren Schaden zufügen“, findet die Schatzmeisterin, die trotzdem darauf hofft, sich in naher Zukunft mit der Tennisabteilung an einen Tisch setzen zu können, um die Probleme aus der Welt zu schaffen und zu einer Lösung zu kommen: „Wir müssen eine Linie finden, damit in dieser Abteilung endlich mal Ruhe einkehrt“, sagt Schott.

Eine Abspaltung vom Gesamtverein, wie sie die Tennisspieler nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am letzten Sonntag, anstreben, sei aber, so betont Schott, ohne den Hauptverein nicht so einfach zu bewerkstelligen: „Das geht nur über uns. Um das zu prüfen, braucht der Hauptvorstand auch noch einige Papiere, die uns die Abteilung bisher vorenthalten hat.“

„Keine Sorgen machen“

Die Befürchtung der VfB-Tennisfreunde, dass die gesamte Sommersaison ausfallen müsse, teilt Schott nicht: „Die müssen sich keine Sorgen machen.“ Im Februar würden auch die der Abteilung zustehenden Beiträge ordnungsgemäß wieder eingehen. Dass der Betrag im letzten Quartal gesplittet worden war, gab Schott gestern zu. Das sei aber mit dem Kassierer der Tennis-Abteilung klar abgesprochen gewesen.