Einsatz von Anfang an

Marius Timofte mahnt zur Konzentration.
Marius Timofte mahnt zur Konzentration.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. MTV Rheinwacht Dinslaken kann sich gegen Düsseldorf keinen schwachen Start erlauben.

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Handballer des MTV noch mit drei Toren vorne, doch am Ende standen die Dinslakener beim ART Düsseldorf mit leeren Händen da. Keine Frage, die 28:29-Pleite in der Landeshauptstadt war für Rheinwacht das bitterste Erlebnis der Oberliga-Hinrunde. Für Marius Timofte ist der verschenkte Sieg aus dem Oktober mittlerweile aber überhaupt kein Thema mehr: „Das ist längst abgehakt“, sagt der Spielertrainer vor dem erneuten Aufeinandertreffen beider Mannschaften am Sonntag um 11.15 Uhr in der Douvermannhalle.

Erinnerungen an das Hinspiel taugen den Dinslakenern ohnehin nur bedingt zur Vorbereitung auf die Revanche, denn beim Gegner hat sich seitdem einiges getan. Im November übernahm Khalid Khan von Jens Sieberger den Trainerposten, und der 48-Jährige Münsteraner, der in Dormagen und Korschenbroich auch schon Zweitliga-Coach war, hat scheinbar vieles verändert. „Sie spielen jetzt ein anderes System, decken viel offensiver und aggressiver“, weiß Timofte.

Schnell zurücklaufen

Wie man gegen eine solche Abwehr besser nicht agiert, demonstrierte der MTV am letzten Samstag in der ersten Hälfte beim Bergischen HC II, als die Gäste zwischenzeitlich schon mit elf Toren hinten lagen. Wie es aber funktionieren kann, zeigte Rheinwacht dann aber nach dem Wechsel mit der Aufholjagd zum letztlichen 34:32-Erfolg. „Wir müssen es machen, wie nach der Pause in Solingen. Geduldig spielen, bis wir unsere Chance kriegen und dann auch treffen. Außerdem müssen wir schneller zurücklaufen“, fordert der MTV-Spielertrainer, der die Düsseldorfer, die in der Rückrunde bisher ausschließlich siegreich waren, noch wesentlich stärker einschätzt als den BHC: „Gegen diese Mannschaft werden wir keinen Elf-Tore-Rückstand aufholen.“

Konzentration und Einsatz sind also von der ersten Minute an gefordert. Nicht wie in Solingen und auch nicht wie beim letzten Heimauftritt gegen Essen, als die Dinslakener ebenfalls früh auf die Verliererstraße gerieten. Als Belohnung winkt ein weiterer großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Daran mitarbeiten kann wohl der gesamte Kader. Kein Rheinwacht-Akteur hat momentan ernsthaftere Verletzungssorgen, und auch Rechtsaußen Daniel Staub, der häufiger aus beruflichen Gründen passen muss, ist mit an Bord.