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Ein rabenschwarzer Dienstag für den TV Jahn

14.02.2012 | 21:39 Uhr
Ein rabenschwarzer Dienstag für den TV Jahn
Maik Noldes (M.) droht eine lange Pause. Foto : Jochen Emde / WAZ Fotopool

Dinslaken. Es gibt Tage, an denen alles gelingt, egal was man anpackt. Und es gibt schwarze Tage. Der Dienstag fällt für den Fußball-Niederrheinligisten TV Jahn Hiesfeld in die zweite Kategorie.

Es gibt Tage, an denen alles gelingt, egal was man anpackt. Und es gibt schwarze Tage. Der Dienstag fällt für den Fußball-Niederrheinligisten TV Jahn Hiesfeld in die zweite Kategorie. Rund um das Testspiel gegen den Landesligisten Viktoria Goch lief schief, was schief laufen konnte. Die Partie begann mit 13-minütiger Verspätung, weil das Schiedsrichtergespann vor dem Anpfiff in der Umkleidekabine eingesperrt war und erst befreit werden musste. Nach 55 Spielminuten war schon Schluss, weil es zappenduster wurde – ein Gocher Spieler hatte versehentlich den Schlüssel für den Flutlicht-Schalter aus der Wand gezogen, Schiedsrichter Christof Kandel brach den Kick beim Stand von 1:1 (1:1) ab. Und dazwischen lag noch ein dunkler Moment: Hiesfelds Offensivspieler Maik Noldes verletzte sich schwer am Knie.

Nach drei Minuten hatte Noldes die Gastgeber mit 1:0 in Führung gebracht, 19 Minuten später wälzte er sich im Gocher Strafraum und schrie vor Schmerz. Auf dem regennassen Kunstrasen war der 24-Jährige hängen geblieben, weggeknickt und hatte sich dabei das Knie verdreht. Nur noch auf zwei Teamkameraden gestützt konnte Noldes in die Kabine humpeln, Physiotherapeut Detlef Nitschke befürchtete das Schlimmste: „Wenn er Pech hat, ist das hintere Kreuzband gerissen.“ Gemeinsam mit Verteidiger Daniel Mertins, der selbst nach einem Kreuzbandriss noch an seinem Comeback arbeitet, fuhr der Flügelflitzer ins Krankenhaus.

Ein erneuter personeller Rückschlag für die gebeutelte Truppe des TV Jahn, die neben den bekannten Verletzten auch die erkrankten Kevin Kisyna, Oliver Ritz und Marcel Brenne sowie den privat verhinderten Michael Ohnesorge ersetzen musste. „Langsam wird es eng“, seufzte Trainer Christoph Schlebach. Sollte sich der Verdacht auf Kreuzbandriss bei Noldes bestätigen, ist die Saison für ihn beendet.

Für weitere Tiefpunkte des Abends sorgte der Unparteiische. In seinem Ärger über das Malheur vor dem Anpfiff, als die Schiedsrichter beim Weg aus der Kabine vor verschlossenen Türen standen, beleidigte Christof Kandel Hiesfelds Zeugwart Stefan Kratzer, beschimpfte Spielleiter Horst Brandt und setzte dem Ganzen die Krone auf, indem er die erste Halbzeit bereits nach 34 Minuten abpfiff. Seine Begründung brachte sowohl Christoph Schlebach als auch Gästetrainer Manfred Tebeck auf die Palme: „Das Spiel war für 19 Uhr angesetzt, also ist um viertel vor Acht Pause“, beschied der Mann in Schwarz. Und fügte dem ohnehin rabenschwarzen Abend damit eine weitere Facette hinzu.

P.S.: Das 1:1 erzielte für Goch Pierre Wetzels (6.).

TV Jahn: Johns; Yildiz, Kwiatkowski (50. Feldkamp), Baudisch, Schreier, Ali Khan, Schirru, Noldes (27. Oburu), Trebaljevac, Schneider, Aksoy.

Gerard Dombrowski

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