Ein Punkt war für 08/29 zu wenig

Fußball-Bezirksligist SV 08/29 Friedrichsfeld hat im Kampf um die Meisterschaft einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Bei der SG Eintracht Bedburg-Hau kamen die „Vereinigten“ gestern nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. „Wenn man hier einen Punkt holt, ist das eigentlich in Ordnung, in unserer Situation aber einfach zu wenig. Dafür haben wir schon zu viel liegen lassen“, resümierte Trainer Mark Lanfermann anschließend.

Gegen die heimstarke Eintracht, die auf ihrem Kunstrasen auch schon 08/29-Konkurrent Hönnepel II mit 3:0 besiegt hatte, erwischten die Friedrichsfelder einen denkbar schlechten Start. Schon nach vier Minuten schlug es hinter 08/29-Keeper Christian de Groodt. Die Gästedefensive ließ Frederic Wensing auf der rechten Seite unbedrängt in die Mitte flanken, wo der sträflich frei gelassene Christian Fischer volley vollstrecken konnte. Friedrichsfeld wirkte kurzzeitig geschockt, übernahm dann aber schnell die Initiative und hatte durch einen Distanzschuss von Stefan Giesen seine erste Möglichkeit (17.).

Hartes Einsteigen

Von Bedburg-Hau kam nicht mehr viel, aber die Hausherren machten die Räume im Mittelfeld eng und präsentierten sich zweikampfstark. Dominic Weber schoss dabei einmal über das Ziel hinaus, hätte nach einem überharten Einsteigen gegen Daniel Hinnemann durchaus auch Rot sehen können. Schiedsrichter Wolfgang Kreitmayr beließ es bei einer gelben Karte. Timur Sürek war es schließlich, der nach einem Freistoß von Stefan Giesen den mittlerweile verdienten Ausgleich köpfte (41.).

Die Hoffnung, die Süreks Treffer den Gästen machte, verflog nach dem Wechsel aber wieder schnell. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Weber nach einem Einwurf und Kopfballverlängerung völlig frei vor de Groodt auftauchte – 2:1 (47.). „So ein Tor kriegst du nicht mal bei den Alten Herren“, war Lanfermann bedient.

Und erneut brauchte 08/29 einen Freistoß, um auszugleichen. Wieder schlug Stefan Giesen den Ball rein, diesmal verlängerte Sürek per Kopf auf Hinnemann, der am langen Pfosten goldrichtig stand (58.).

In der Folge war Friedrichsfeld zwar das dominante Team, rannte immer wieder an und drängte auf den Sieg, wirklich klare Chancen spielten sich die „Vereinigten“ aber nicht mehr heraus.