Djurovic darf gegen Remscheid auflaufen

Lars Jankowski (Mitte) war gegen Düsseldorf wieder sehr treffsicher.
Lars Jankowski (Mitte) war gegen Düsseldorf wieder sehr treffsicher.
Foto: FUNKE Foto Services
Dinslaken. Serbischer Neuzugang des MTV ist am Sonntag spielberechtigt. Timofte erwartet noch keine Wunderdinge.

Heinz Buteweg hatte in den letzten Tagen einiges zu tun. Es war nicht ganz leicht, die Spielberechtigung für Neuzugang Goran Djurovic zu erwirken. Dessen alter Verein RK Crvenka musste genauso ins Boot geholt werden wie der serbische und der europäische Handball-Verband. Gebühren waren zu überweisen, viele Dokumente zu versenden oder weiterzuleiten. Doch nach zahlreichen Zweifeln landeten jetzt die erlösenden Papiere im Briefkasten. Der Obmann des MTV Rheinwacht kann endlich Vollzug melden. Am Sonntag um 11.15 Uhr darf Djurovic im Heimspiel gegen die HG Remscheid zum ersten Mal für den Dinslakener Oberligisten auflaufen.

Für Marius Timofte kommt die Spielberechtigung des 37-jährigen Halbrechten gerade recht, denn die Partie gegen Remscheid ist für den Spielertrainer „das wichtigste Spiel der bisherigen Rückrunde. Das ist ein Gegner von den ganz wenigen, die wir unbedingt schlagen müssen.“ Timofte warnt allerdings gleichzeitig vor dem momentan wohl schwächsten Kontrahenten der Oberliga, der sich nach dem 15:32-Debakel gegen Hiesfeld von Trainer Heino Kirchhoff trennte und mit Kreisläufer Lukas Steinhoff und Detlef Randzio ein neues Gespann installierte: „Man weiß nie, was so ein Wechsel bewirkt.“

Von Djurovic erwartet der MTV-Coach vorerst noch keine Wunderdinge: „Er kann uns allemal helfen, aber wir müssen sehen, wie er sich nach so kurzer Zeit integriert.“ Im Training wurde zwar schon intensiv an der Einbindung gearbeitet, ein Meisterschaftsspiel sei dann aber noch einmal etwas ganz anderes.

Noch ohne den international erfahrenen Linkshänder überzeugten die Dinslakener am letzten Sonntag gegen ART Düsseldorf auf ganzer Linie. Die Erfahrung lehrt Timofte allerdings, daraus keine Rückschlüsse auf die nächste Partie zu ziehen: „Wir sind einfach kein Team, das solche Leistungen mit links abrufen kann. Wir müssen wieder von Anfang an genauso wach und konzentriert sein wie gegen Düsseldorf, um eine Chance zu haben“, appelliert der 47-Jährige an seine Schützlinge.

Mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen hat sich Rheinwacht, was den Klassenerhalt betrifft, ohne Zweifel in eine sehr gute Ausgangsposition gebracht. Entschieden ist für Timofte allerdings noch lange nichts. Schließlich müssen alle Eventualitäten berücksichtigt werden. In der dritten Liga könnte es immer noch zwei – ganz theoretisch sogar drei – Teams vom Niederrhein erwischen. Vier Absteiger aus der Oberliga sind damit also nicht völlig auszuschließen. Und auf den Viertletzten, den Bergischen HC II, haben die Dinslakener gerade einmal drei Zähler Vorsprung. Gegen die HG Remscheid, die nur eins ihrer letzten 14 Spiele gewinnen konnte, ist die Chance groß, die Differenz weiter auszubauen. Bei allem Respekt.