Die Zukunft im Blick

Sie sind bereit:
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Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Dinslakener Kobras stellen sich in der Eishockey-Regionalliga für die kommende Saison neu auf und begeben sich dafür auch ins Kino.

Dinslaken..  Dieses Bild spricht für sich. Sechs Männer, Helme auf dem Kopf, Eishockey-Schläger in der Hand, schauen in die Kamera. Ihre Blicke drücken Entschlossenheit aus, sie sagen: Wir sind bereit. Egal, was kommt. So präsentieren sich die Dinslakener Kobras in einer frisch gedruckten Hochglanzbroschüre. Die Regionalliga macht Sommerpause, Eis gibt’s derzeit nur in Kugelform oder am Stiel, die Schlittschuhe liegen im Schrank. Zeit genug für die Kobras, um sich neu aufzustellen. Nicht in der Eishalle, sondern bei der organisatorischen Vorbereitung auf die kommende Saison.

Hinter den Kulissen wird an der Mannschaft gebastelt, eine eigens gegründete Marketingabteilung arbeitet daran, mehr Menschen für die Regionalliga-Mannschaft zu begeistern. Dafür begeben sich die Spieler sogar vom Glatteis ins Kino: Am 2. August läuft in der Lichtburg die Premiere des Dokumentarfilms „Die Schlangengrube“, der Einblicke in das Innenleben des Teams gewährt. Der Filmer Jonas Brans begleitete die Kobras in der vergangenen Spielzeit bei Spielen und Trainingseinheiten, führte Interviews und stellt private Seiten der Akteure vor. Ins Rutschen kommen die in dem Film dabei nicht nur auf Kufen.

Mehr Präsenz in der Stadt

„Wir wollen mehr Präsenz in der Stadt zeigen“, sagt Verteidiger Sven Linda, der Kopf der Marketing-Abteilung, „und wir hoffen auf eine größere Resonanz bei den Zuschauern“. Im Schnitt besuchten 180 Leute die Heimspiele in der abgelaufenen Saison, das war immerhin eine Steigerung um knapp 40 gegenüber dem Jahr davor. Trainer Thomas Schmitz wünscht sich aber deutlich mehr, auch wenn er weiß, dass eine mit 2000 Menschen gefüllte Eissporthalle wie zu erfolgreichen Oberliga-Zeiten Utopie ist. Seine Messlatte liegt entsprechend niedriger: „Zwischen 300 und 500 Fans pro Spiel wären super.“

Die Voraussetzungen, dass sich zumindest eine spürbar höhere Anzahl an Eishockey-Anhängern anlocken lässt, sind nicht die schlechtesten. Trainer Schmitz, der vor einem Jahr Dimitri Tsvetkov ablöste, bevorzugt eine deutlich offensivere Spielweise als sein Vorgänger, der dritte Platz ist für den 42-Jährigen der zählbare Beweis, dass sich sein Team gut geschlagen habe. Nach einigem Hin und Her in den oberen Etagen des Eishockey-Verbands können die Dinslakener nun auch für die kommende Saison in der Regionalliga planen, nachdem zwischenzeitlich sogar die Einteilung in die Oberliga möglich schien. Dort gegen Gegner wie Duisburg, Herne und Essen erfolgreich abzuschneiden, wäre deutlich schwieriger gewesen.

Nun peilt Schmitz zumindest wieder einen Platz unter den Top Drei der Regionalliga an, sagt sogar: „Wir wollen Meister werden.“ Vor allem mit Neuss, Ratingen und Hamm sieht er auch für die Zuschauer attraktive Gegner in der Gruppe, „das wird eine interessante Saison“. Verstärkung kommt dazu im Sturm unter anderem mit Alexander Brinkmann vom Herner EV sowie Rückkehrer Jan Nekvinda aus Ratingen, der Großteil des bisherigen Kaders bleibt zudem zusammen.

Drei Trainingseinheiten pro Woche

Für das Erreichen des Ziels wird auch im Training mehr zeitlicher Aufwand betrieben. Ab 10. August kommen die Kobras wieder aufs Eis, statt zwei stehen dann drei Übungseinheiten pro Woche an. „Das war mein Wunsch“, sagt Thomas Schmitz, seinen Schützlingen hat er für die Sommerpause freie Hand gelassen, wie sie sich fit halten, sein Verteidiger gibt ihm das gute Gefühl, damit richtig zu liegen. „Jeder weiß selbst, was er für sich tun muss“, versichert Sven Linda.

Alles weitere sagt der Blick, den er dabei zeigt.