Die Meister-Dusche gab’s trotzdem

Der eingewechselte Pierre Grzeskowiak (links) verkürzte auf 2:3. Für den Sieg reichte es nicht mehr.
Der eingewechselte Pierre Grzeskowiak (links) verkürzte auf 2:3. Für den Sieg reichte es nicht mehr.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Im letzten Heimspiel kassierte der A-Ligist VfB Lohberg gegen Wacker Dinslaken eine 2:4-Pleite.

Für seine Verhältnisse fast regungslos verfolgte Thomas Grefen die letzten dreißig Minuten. Erst, so schien es, als der Trainer des VfB Lohberg die obligatorische Sektdusche abbekam, vergaß Grefen, was davor passiert war. Im letzten Heimspiel unterlag Fußball-A-Ligist VfB Lohberg dem SC Wacker Dinslaken mit 2:4 (1:0). Der Aufstieg in die Bezirksliga stand schon fest, die Party mit den gut 250 Fans im Vereinshaus ließen sich die „Knappen“ vom Stadtrivalen nicht verderben.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit zu offen gespielt. Aber das sieht man ja selbst in der Bundesliga, wenn es um nichts mehr geht“, bemühte Grefen einen Vergleich mit Bayern München. Anders als der Bundesliga-Meister hatten die „Knappen“ nicht mit Verletzungsproblemen, sondern mit der Einstellung zu kämpfen. Der VfB fing gut an, nach vier Minuten zappelte der Ball im Netz der Gäste – aber der Referee entschied auf Abseits. In Minute 18 war auf der Gegenseite VfB-Keeper Marcel Weinkath geschlagen – aber auch hier sah der Schiedsrichter eine Abseitsposition. Den ersten regulären Treffer erzielte der VfB. Manuel Viltusnik spielte quer auf Said Jungerverdorben, Verteidiger Nils Zeppenfeld kam nicht hinterher – 1:0 (23.). Die Meisterschaftssause konnte eigentlich beginnen. Doch Wacker machte weiter Druck, vor allem über den schnellen Andre Janoczek und kam sechs Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich. Dennis Quint setzte sich an der Mittellinie durch, der Pass erreichte Janoczek und der schob eiskalt ein. Auf der Gegenseite hielt Wacker-Keeper Markus Trinkert seine Farben im Spiel, als er einen Abschluss von Viltusnik parierte (56.). Wenige Augenblicke später gewann Quint erneut einen Zweikampf, gab wieder die Vorlage und Stephan Ost machte das 2:1 (59.). Der VfB wehrte sich, aber in der 75. Minute verpasste der Lokalrivale den „Knappen“ den nächsten Schlag durch den eingewechselten Emre Pala – nicht unhaltbar für Weinkath. Lohberg kam durch den eingewechselten Pierre Grzeskowiak zwar noch auf 2:3 heran, aber in der Nachspielzeit krönte Quint seine Leistung mit dem Treffer zum 4:2. Die künftigen Lohberger Rafael Ernst und Hasip Özer hatten dem Meister die erste Heimpleite der Saison zugefügt.

„Wir wussten, dass wir eine Chance haben“, sagte Wacker-Coach Dominic Herzog. Nach einer unruhigen Saison finden die Dinslakener ein gutes Ende: „Die Jungs können stolz auf sich sein. Das haben sie sich echt verdient“, lobte Herzog.

VfB: Weinkath; Englert, Branzk (46. Grzeskowiak), Ökmen, Viltusnik, Bastian Bruß, Ayaz, Hziwnak, Jungervdorben, Kovanci (83. Wilhelm), Knezevic (46. Dogan).

SC Wacker: Trinkert; Ernst, Duta, Lyß, Quint, Juric, Janoczek, Ost (60. Pala), Zeppenfeld, Ortmanns (69. Özer), Müllejans (90. Siedentopf).