Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Was wir bereits wissen
Faustball-Bundesligist TV Voerde unterlag dem TV Brettorf, Konkurrent um den dritten Platz, mit 4:5 (5:11, 6:11, 11:8, 11:7, 11:3, 11:5, 7:11, 9:11, 11:13).

Voerde..  Im Schatten des Fußball-Testspiels zwischen dem TV Voerde und dem Zweitligisten MSV Duisburg fand parallel das Spiel in der Faustball-Bundesliga zwischen dem TVV und dem TV Brettorf statt. Nachdem bei den Fußballern schnell der Sieger gefunden war, fanden sich immer mehr Fußballfans am Faustball-Platz ein, wo viele wohl zum ersten Mal in Berührung mit dieser Sportart kamen. Der TVV und Brettorf machten in Sachen Einsatz und Spannung auch große Werbung für den Sport. Bitter für Voerde: Am Ende unterlag man gegen den direkten Konkurrenten um den dritten Platz mit 4:5 (5:11, 6:11, 11:8, 11:7, 11:3, 11:5, 7:11, 9:11, 11:13).

Immerhin machte es der TVV bereits einen Tag später besser und schlug den Tabellenfünften TSV Hagen mit 5:0 (11:6, 11:6, 11:3, 12:10, 11:5) und darf daher weiterhin auf die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft hoffen. Die Chancen sind nur ein klein bisschen schlechter geworden.

Gegen Brettorf fand Voerde in den ersten beiden Sätzen nicht wirklich gut in die Partie. „Hier haben wir es dem Gegner wieder etwas zu leicht gemacht und viele Fehler produziert“, fand Voerdes Spielführer Ingo Hansen. Doch danach schlug der TVV zurück: Der dritte Satz fand auf Augenhöhe statt, danach wurde Voerder immer stärker. Insbesondere Mittelmann Kevin Schmalbach zeigte eines seiner besten Spiele und gewann das Duell gegen Christian Kläner, seines Zeichens Nationalspieler, deutlich für sich. Folgerichtig gingen die Sätze vier bis sechs an den TVV, bei denen durch die Bank alle Spieler richtig gute Leistungen zeigten.

Nach der Pause vor dem siebten Satz schien beim TVV wieder etwas der Schlendrian reinzukommen. „Da haben plötzlich wieder die zehn Prozent gefehlt, die auch schon in den ersten beiden Sätzen nicht da waren“, fand Hansen treffend. So ging es in den entscheidenden neunten Durchgang. Hier musste der TVV nun wechseln. Für den bis dahin gut aufgelegten Jan-Niklas Wolff, der sich mit Krämpfen plagte, kam Markus Evers herein. Evers machte seine Sache im Zuspiel und der Defensive gut, jedoch fehlte Voerde nun der zweite Angreifer, weswegen Philip Hofmann im neunten Durchgang die Angaben und die Angriffsschläge übernahm.

Nach einem Matchball beim Stand von 10:9 verlor der TVV den Satz und somit die Partie noch mit 11:13. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Doch uns fehlt einfach noch ein bisschen die Abgeklärtheit. Kevin und Philip machen großen Sprünge und wir werden bald oben mitspielen. Wenn noch nicht dieses Jahr, dann aber im nächsten“, ist sich Hansen sicher.

In Hagen sprang Kevin Kriesten vorne rechts für Jan-Niklas Wolff ein, bei dem kein Risiko eingegangen werden sollte. „Das war durch die Bank eine richtig gute Leistung. Diesmal haben wir auch den Sack frühzeitig zu gemacht und keine Zweifel aufkommen lassen. Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Hansen, der insbesondere Kriesten lobte: „Er kann ja leider fast nie trainieren. Doch das hat man nicht gesehen. Er hat eine wirklich gute Leistung abgeliefert.“

Mit Siegen in den verbleibenden drei Partien ist die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft für Voerde weiter möglich.

TVV: Hofmann, Wolff, Schmalbach, Hansen, Fischer, Evers, Kriesten.