Die Hoffnung stirbt für Klump zuletzt

Der neue Wacker-Coach Dominic Herzog blickt schon wieder nach vorne.
Der neue Wacker-Coach Dominic Herzog blickt schon wieder nach vorne.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. Trainer des TV Voerde will trotz der neun Zähler Rückstand den A-Liga-Spitzenreiter VfB Lohberg weiter jagen. TVV tritt bei der Jahn-Reserve an. Die „Knappen“ empfangen Wacker Walsum. RWS gegen Wehofen.

Beim TV Voerde glimmt noch ein Stück Hoffnung, dass es das auch nach dem Derbysieg des VfB Lohberg beim SC Wacker Dinslaken noch nicht gewesen sein kann mit der Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A. „Wir bleiben dran“, verspricht TVV-Coach Torsten Klump und macht sich und seiner Mannschaft Mut: „Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.“ Am Sonntag (15 Uhr) tritt der Tabellenzweite bei der abstiegsbedrohten Reserve des TV Jahn Hiesfeld an. Unter der Woche musste Trainer Peter Haas eine schwere Verletzung eines Spielers hinnehmen.

Klump hätte sich gefreut, wenn Wacker Dinslaken den VfB am Mittwoch „ins Straucheln“ gebracht hätte. Aber der Tabellenerste tritt momentan zu souverän auf. Einen Grund dafür sieht Klump in der konstanten Personalsituation. „Der VfB hatte nicht die Ausfälle. Uns hat das Quentchen Glück in einigen Spielen gefehlt.“ Im Mühlendorf muss der TVV auf Jörn Stemmer (Urlaub) und voraussichtlich auf Sebastian Caniels verzichten, der noch an einer Muskelzerrung laboriert.

Klump rechnet trotz der Tabellensituation, beide Rivalen trennen 32 Punkte, mit Gegenwehr. Die Anname ist nicht unbegründet, denn in den letzen Wochen legten die „Veilchen“ eine sichtbare Steigerung hin. „Wer hätte gedacht, dass wir in Vierlinden gewinnen?“, ist auch Trainer Haas überrascht. Trotz des 3:2 fehlen noch zwei Zähler auf das rettende Ufer. Der Auswärtssieg wurde allerdings von Patrik Krones Verletzung überschattet. Der Mittelfelspieler riss sich die Achillessehne und wird lange ausfallen.

Den TVV hat Haas im Hinspiel bei der knappen 1:2-Niederlage erlebt. „Die sind bärenstark.“ Davon einschüchtern lassen möchte sich der Coach aber nicht: „Wir müssen wie immer Vollgas geben.“

Dass die Tabelle nun endgültig bereinigt ist und sein VfB Lohberg nach dem 4:0-Sieg im Nachholspiel bei Wacker Dinslaken nun schon neun Zähler Vorsprung vor dem Zweiten aus Voerde hat, ist für den Trainer des Ligaprimus „kein Grund jetzt zurückzustecken. Wir können mit der Situation zufrieden sein, aber mehr auch nicht. Wir haben auch noch genügend Ziele, wollen in dieser Saison kein Spiel verlieren“, sagt Grefen vor dem Heimspiel gegen die SG Wacker Walsum. Ein Spaziergang ist kaum zu erwarten, der von Silvano Bedrina gecoachte Gast spielt nämlich eine richtig starke Rückrunde und die „Knappen“ haben einige angeschlagene Akteure in ihren Reihen.

Das nächste Heimspiel nach den Vorfällen gegen den VfB beschert RWS Lohberg einen Gast, an den die Rot-Weißen auch nicht die besten Erinnerungen haben. Bei Viktoria Wehofen musste in der Hinrunde die Polizei anrücken, weil beide Fanlager aufeinander los gingen. Auch Selimiyespor-Coach Mahmut Tas bekam etwas ab. Nun hofft Tas, dass das Rückspiel friedlich abläuft und seine Mannschaft nach der Niederlage in Meiderich „zu alter Stärke zurück findet und Charakter zeigt.“ Die Meisterschaft sei weg, aber, so Tas: „Wir müssen uns neue Ziele setzen, wollen jetzt Vizemeister werden und die Saison anständig beenden. Die Spieler sollen beweisen, dass man sich auf sie verlassen kann.“ Nach ihrer Verletzungspause kehren Eren Karaoglu und Abdullah Özdogan in den Kader zurück.

Wacker hat das Derby abgehakt

Mit dem Auftritt am letzten Wochenende beim 0:2 gegen Ruhrort-Laar konnte auch Ingo Hermann, Trainer des SuS 09 Dinslaken, nicht zufrieden sein. Auswärts beim SV Hamborn 90 hofft Hermann wieder auf eine Steigerung: „Wenn wir normale Tagesform erreichen, müssten wir es dort schaffen“, sagt der 09-Coach, warnt aber auch gleichzeitig: „Hamborn ist ein unangenehmer Gegner, da geht es immer heiß her.“

Für den SC Wacker Dinslaken brechen mit dem Heimspiel gegen den TSV Bruckhausen die Wochen der Wahrheit an. Gewinnt die Elf von Dominic Herzog gegen den Tabellen-13. und legt danach einen Sieg gegen das Schlusslicht Hertha Hamborn nach, könnten die Feldmärker einen beruhigenden Puffer zu den Abstiegsrängen schaffen.

Die Derbyniederlage gegen den VfB war die dritte Heimpleite. „Es ist schon ein bisschen ärgerlich, weil da mehr drin gewesen wäre“, äußerte sich Herzog, allerdings sei das Spiel „sofort abgehakt gewesen.“ Der Fokus liegt jetzt ganz auf dem TSV. Nachdem die „Sechser“ Pascal Globisch (Handverletzung) und Benjamin Gruhlke (Grippe) kurzfristig ausfielen, soll das Duo am Sonntag wieder zur Verfügung stehen.