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Die Erwartungen übertroffen

21.01.2015 | 16:40 Uhr
Die Erwartungen übertroffen
Werner Schwarzenberg feuert sein Team an.Foto: Jochen Emde

Dinslaken. Spitzenreiter TV Jahn Hiesfeld II kann genauso mit der Hinrunde zufrieden sein wie Aufsteiger MTV Rheinwacht Dinslaken II.

Mit ganz unterschiedlichen Ambitionen waren die Reserveteams des TV Jahn Hiesfeld und des MTV Rheinwacht Dinslaken in die Handball-Landesliga gestartet. Dass die „Veilchen“ nach dem Ende der Hinrunde zehn Zähler mehr auf dem Konto haben als der benachbarte Aufsteiger ist dann auch nicht verwunderlich. Ziemlich überraschend ist das Abschneiden beider Clubs trotzdem. Und zwar ausschließlich im positiven Sinne. Die Erwartungen haben sowohl die Hiesfelder „Zweite“, als auch der Stadtrivale deutlich übertroffen.

Vor allem der Unterbau aus dem Mühlendorf blickt auf eine Serie zurück, die kaum besser hätte sein können. Mit nur drei Minuspunkten grüßt die Mannschaft von Werner Schwarzenberg von der Tabellenspitze, schon fünf Zähler Vorsprung hat der Ligaprimus vor den ersten Verfolgern.

Mit Timo Bestier, der aus dem Oberliga-Kader des Vereins zurückkam, hat die Hiesfelder Reserve noch einmal an Schlagkraft gewonnen. Für Schwarzenberg ist das grandiose Auftreten der letzten Monate aber vor allem ein Resultat der mannschaftlichen Geschlossenheit – und vor allem des Teamgeistes: „Die Stimmung ist bei uns einfach hervorragend. Alle kommen gerne in die Halle und haben Spaß zusammen“, sagt der Coach, der eigentlich nur einen Platz im oberen Drittel anvisiert hatte, nun aber natürlich auch Blut geleckt hat. Abheben kommt Schwarzenberg dennoch nicht in Frage: „Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel.“

Die Höhepunkte der Hinrunde liegen für den „Veilchen“-Übungsleiter noch nicht lange zurück. In den ersten beiden Partien setzte sich sein Team in hart umkämpften Spielen knapp gegen die beiden Verfolger SC Bottrop und DJK Saarn durch. Ein weiteres Zeichen dafür, dass sich sein junges Team im Vergleich zur Vorsaion deutlich gefestigt und auch an Nervenstärke zugelegt hat.

Deutlich gefestigt hat sich auch der Nachbar MTV II. Allerdings erst im Laufe der Saison, denn zu Beginn zahlte der Aufsteiger meist noch viel Lehrgeld. Weil einige Leistungsträger der erfolgreichen Bezirksliga-Saison kaum noch oder gar nicht mehr zur Verfügung standen, konnte der neue Trainer Harald Jakobs die Vorbereitung nicht so absolvieren wie ursprünglich geplant. Auch während der Saison fehlen unter der Woche immer wieder wichtige Akteure wegen studentischer oder beruflicher Verpflichtungen.

Umso erstaunlicher, dass sich die Mannschaft im Saisonverlauf enorm zu steigern vermochte. Mit dem aktuellen Platz sieben hätte bei Rheinwacht nach 2:8 Punkten zum Auftakt und einigen klaren Niederlagen niemand gerechnet. Doch schon im November löste der MTV drei vermeintliche Pflichtaufgaben gegen die Konkurrenz aus den unteren Gefilden und gewann dadurch auch an Selbstbewusstsein. Das auf Grund mangelnder Wurfkraft zur Waffe auserkorene Tempospiel läuft mittlerweile immer besser, und in der Deckung haben sich die Dinslakener ebenfalls gesteigert. Sicher auch ein Verdienst der starken Torhüter. Und mit Andor Schneider, der zuletzt aus dem Oberliga-Team zur Reserve fand, hat sich die Reserve auf dieser Position sicher nicht verschlechtert.

Timo Kiwitz

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2015-01-21 16:40
Dinslaken Hünxe Voerde