Die Abwehr war das Prunkstück

Voerdes Coach Thorsten Klump
Voerdes Coach Thorsten Klump
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Was wir bereits wissen
Die Saison des Fußball-A-Kreisligisten TV Voerde kann man aus zwei Blickwinkeln betrachten.

Voerde..  Den Nimbus als Topteam der Liga weiter gefestigt oder wieder nicht den großen Wurf geschafft? Die Saison des Fußball-A-Kreisligisten TV Voerde kann man aus zwei Blickwinkeln betrachten. Mit 70 Zählern und einem Torverhältnis von 83:22 Treffern lag der TVV am Ende einen Zähler hinter dem Meister und Aufsteiger aus Lohberg, wohlwissend, dass die „Knappen“ ihre letzten beiden Saisonspiele sicher nicht hergeschenkt hätten, wenn es noch um etwas gegangen wäre.

Für Trainer Torsten Klump stellt sich diese Frage nach der Qualität der Saison jedoch nicht: „Die Jungs haben eine ganz tolle Saison gespielt und dürfen stolz auf sich sein. Wir haben die Attraktivität weiter gesteigert und werden im nächsten Jahr dann neu angreifen und wieder versuchen aufzusteigen.“ Dabei hat sich das Prunkstück, die Abwehr, weiter stabilisiert und zudem wurden deutlich mehr Tore geschossen.

Peschen wechselt in die Bezirksliga

Meist sind es eben viele geschossene Treffer, die auch Begehrlichkeiten wecken: So wechselt Stürmer Florian Peschen, der mit 38 Torbeteiligungen an fast 50 Prozent der TVV-Tore beteiligt war, zum Bezirksligisten TuS Gahlen. Für Voerde wird es eine schwierige Aufgabe, ihn zu ersetzen, auch wenn Klump mehrere Möglichkeiten sieht: „Wir haben einige Talente in unseren Reihen, die diese Lücke sicherlich füllen können. Außerdem ist das auch immer eine Chance als Team.“ Für den Sportlichen Leiter Patrick Frosch ist auch eine Möglichkeit, den agilen Andreas Brauner in den Angriff zu beordern.

Der TV Voerde wird in der nächsten Saison insbesondere an der taktischen Variabilität arbeiten. Mehrere Spielsysteme sollen eingesetzt werden können, um nicht so leicht auszurechenbar zu sein. „Darauf können die Jungs sich schon mal einstellen. Es wird ein neuer Start und eine neue Chance für alle“, so Klump.

Als Neuzugänge mit an Bord sind Alexander Scholl, der vom SC Wacker Dinslaken zurück an die Rönskenstraße wechselt, und Daniel Fahnenbruck aus der A-Jugend des SuS 09 Dinslaken. Aus den eigenen Reihen werden die Voerder verstärkt durch Pierre Sippekamp, Christoph Berels und Dustin Kriegsmann (alle eigene zweite Mannschaft) und Miguel Keilau, Paul Polok, sowie Jan-Niklas Bönneken aus der eigenen Jugend). „Alle Spieler haben das Potenzial, es bei uns zu schaffen. Jetzt liegt es an ihnen“, so Klump, der für die nächste Saison keinen festen Favoriten hat. „Die Kreisliga A ist ungemein aufgewertet worden und ich freue mich auf eine wirklich spannende Saison mit vielen tollen Spielen.“