Derby in der Relegation

Die Damen des TV Voerde spielten bärenstark.
Die Damen des TV Voerde spielten bärenstark.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Hünxe/Voerde. Volleyball-Verbandsligist STV Hünxe verpasst den direkten Klassenerhalt knapp und muss nun auch gegen den Nachbarn TV Voerde ran, der sich Platz zwei in der Damen-Landesliga sicherte. Herren auch Zweiter

Gleich drei Szenarien waren vor dem letzten Spieltag in der Verbandsliga für die Volleyballerinnen des STV Hünxe möglich. Je nach Ausgang der Partie beim Moerser SC hätten die Gästen den Klassenerhalt perfekt machen, oder aber direkt absteigen können. Am Ende lag die Wahrheit in der Mitte: Durch den knappen 3:2 (25:14, 24:26, 25:21, 24:26, 15:9)-Erfolg haben die Hünxerinnen immerhin die Relegation erreicht.

An diesem Abend im Sportpark Rheinkamp war das nur bedingt ein Grund zur Freude, denn bei einer 20:14-Führung im vierten Satz hatten der STV Platz sieben in der Endabrechnung und damit den Klassenerhalt eigentlich schon in der Tasche, doch die Mannschaft von Frank Schwertfeger ließ sich das Heft noch einmal aus der Hand nehmen und verlor den vierten Durchgang tatsächlich noch. Geschockt startete Hünxe mit einem 2:6-Rückstand in den Tiebreak, mit vier Blockpunkten in Folge hielt der Gast die starke Moerser Außenangreiferin aber auf und verließ schließlich nach mehr als zwei Stunden Spielzeit als verdienter Sieger das Feld.

In der Relegation muss der STV nun am 18. April beim TV Heiligenhaus ran und empfängt einen Tag später den Nachbarn des TV Voerde.

STV: Beck, Weyck, Kleine, Lisa Medved, Alsdorf, Walbrodt, Vosskamp, Krebs, Wefelnberg, Lohmann, Hasel, Felske.

Die Voerderinnen machten den zweiten Platz in der Landesliga mit einem klaren 3:0 (25:13, 25:17, 25:17)-Erfolg über den bereits als Meister feststehenden TuS Lintfort perfekt. Schon vor dem Anpfiff war klar, dass der TVV die Relegation zur Verbandsliga nur mit einem Drei- oder Viersatzsieg und den daraus resultierenden zwei Punkten erreichen würde. Lintfort ging trotz der Hinspielniederlage als Favorit ins Rennen, aber wirklich ausgeglichen war die Begegnung dann nur in der Startphase. Die „Liga-Omas“ aus Voerde legten einen große Spielfreude an den Tag und leisteten sich nur wenige Aussetzer. Auch im zweiten Abschnitt konnte die Leistung auf hohem Niveau gehalten werden. In Satz drei machte es auch nichts, dass Stellerin Ute Falk nach einem harten Treffer am Ohr durch Claudia Kampen ersetzt werden musste.

Kann der TVV in der Relegation noch zweimal solch eine Leistung abrufen, dürften die Chancen auf den Aufstieg nicht schlecht stehen. Am 17. April empfängt Voerde Heiligenhaus, bevor es zwei Tage später nach Hünxe geht.

TVV: Falken, Kampen, Feierabend, Krüßmann, Jakobs, Römer, Ciesielski, Nonn, Biecker.

Im Gleichschritt mit den Damen des Vereins erreichten auch die Landesliga-Herren des TV Voerde die Verbandsliga-Relegation als Zweiter. Am letzten Spieltag siegten die Voerder mit 3:2 (25:20, 25:18, 21:25, 23:25, 16:14) gegen das Team von Fabrik Duisburg.

Mit insgesamt elf Siegen und nur zwei Begegnungen ohne Punktgewinn übertraf die Mannschaft von Torsten Mittendorf mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren alle Erwartungen. Ursprünglich war nur der Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben worden.

Durch zwei schnelle Satzgewinne holten die Voerder gegen Duisburg frühzeitig den letzten, für Rang zwei benötigten, Zähler. Die Nachwuchsspieler Nils Wischermann und Jan Pawlak aus der „Dritten“ konnten erstmals ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Nach Ablegen der ersten Nervosität zeigten beide eine ansprechende Leistung und bestätigten damit das Engagement der Volleyball-Abteilung im Jugendbereich.

In der Relegation trifft Voerde nun am 17. und 19. April auf Grevenbroich und Heiligenhaus.

TVV: vom Schemm, Wagner, Pawlak, Stolte, Herzog, Zollenkopf, Menzel, Wischermann, van Kamp, Ernst.