Der VfB fährt nach Essen

Lohbergs Trainer Thomas Grefen war nicht begeistert.
Lohbergs Trainer Thomas Grefen war nicht begeistert.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken/Voerde. Bezirksliga-Aufsteiger Lohberg trifft in seiner Gruppe nicht nur auf Duisburger Teams, sondern auch auf Haarzopf, Katernberg und Frohnhausen.

Es dauerte nicht lange, bis Thomas Grefen von der neuen Gruppeneinteilung Wind bekam, die der Fußballverband Niederrhein gestern Morgen öffentlich machte. Der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers VfB Lohberg hätte sich durchaus schönere Nachrichten vorstellen können. Im Vorfeld hatten die „Knappen“ extra einen Antrag gestellt, um in eine Klasse mit dem SV Spellen und der SV 08/29 Friedrichsfeld zu gelangen. Doch daraus wurde nichts. Die Lohberger müssen in der kommenden Spielzeit nicht nur gegen einige alte Bekannte aus Duisburg ran, sondern auch gegen sieben Teams aus Essen.

„Das ist schon überraschend und irgendwie witzig“, verpackte Grefen seinen Unmut noch moderat. Der VfB-Coach befürchtet nun viele Auswärtsspiele auf Asche oder Kunstrasen, die seinem Team nicht unbedingt liegen dürften, kann sich aber immerhin auf ein Wiedersehen mit ein paar alten Bekannten freuen, denn schließlich kickte er längere Zeit im Essener Raum.

Für den FVN-Fußballausschuss, der die Spielklassen um eine Landesliga und eine Bezirksliga reduzieren musste, sei die neue Einteilung eine knifflige Sache gewesen. „Dass dabei vereinzelte Härtefälle nicht zu vermeiden sind und natürlich auch die Fahrtstrecken länger werden, lässt sich nicht verhindern“, so der Vorsitzende Wolfgang Jades. Im Sinne eines „qualitativ verbesserten Spielbetriebs“ sei man aber sicher, eine vernünftige Lösung gefunden zu haben.

Während die Lohberger nicht wirklich glücklich sind, zeigten sich die Verantwortlichen der beiden Voerder Vereine gestern recht zufrieden. Die SV 08/29 Friedrichsfeld und der SV Spellen treten wieder gegen die Teams aus Emmerich und Bocholt an, müssen dazu aber auch gegen Mannschaften aus Oberhausen und Bottrop antreten, was die Qualität der Gruppe wieder deutlich erhöhen dürfte. „Natürlich wäre ein Derby gegen Lohberg nicht schlecht gewesen, aber eigentlich bin ich sehr zufrieden. Das wird eine interessante Geschichte“, glaubt der neue 08/29-Trainer Dirk Lotz. Mit dem VfB Bottrop und den Sportfreunden Königshardt sind unter anderem auch zwei Landesliga-Absteiger wieder dabei, die sicher wieder oben angreifen wollen. „Aber auch wir haben unsere Ansprüche“, betont Lotz.

Spellens neuer Übungsleiter Jochen Hülser ist froh, dass es wieder „Richtung Holland“ geht und damit auch viel auf Rasen gekickt wird. Dass die Liga sich deutlich stärker präsentieren dürfte, schockt Hülser vorerst nicht: „Dann müssen wir halt in der Vorbereitung noch mehr Gas geben“, lacht der SVS-Coach.