Der TVB setzt sich im Derby durch

Hier kann sich MTV-Rechtsaußen Daniela Schmidtke durchsetzen. Am Ende jubelte aber der favorisierte TV Bruckhausen.
Hier kann sich MTV-Rechtsaußen Daniela Schmidtke durchsetzen. Am Ende jubelte aber der favorisierte TV Bruckhausen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Die Bruckhausener Damen verteidigen die Spitzenposition in der Handball-Landesliga durch einen 20:18-Erfolg über den MTV Dinslaken. Hiesfeld verliert .

Angela Maas war stolz auf die Leistung ihrer Schützlinge, aber gleichzeitig auch ein wenig geknickt. „Wir hatten sie fast da, wo wir sie haben wollten. Leider haben wir uns am Ende selbst geschlagen“, erklärte die Trainerin der Dinslakener Landesliga-Handballerinnen nach der 18:20 (9:12)-Niederlage ihres MTV Rheinwacht im Derby gegen Spitzenreiter TV Bruckhausen. Dessen Trainer Sascha Zwanzig-Zeh interpretierte die vorangegangenen 60 Minuten ganz anders: „Wir waren von der ersten Minute an dominant, haben uns nicht den Schneid abkaufen lassen.“

Unterschiedliche Sichtweisen hatten die beiden Coaches auch im Hinblick auf die rote Karte, die TVB-Spielerin Andrea Pfeifer zehn Minuten vor dem Ende erhielt. „Sie stand nur vor ihrer Gegenspielerin“, hatte Zwanzig-Zeh kein Verständnis für die Entscheidung. „Meine Spielerin wurde heftig umgehauen“, urteilte Maas. Der Bruckhausener Trainer fand auch die elf Siebenmeter, die gegen sein Team ausgesprochen wurden „ziemlich happig“. Weil die TVB-Torhüterinnen Sandra Faubel und Kristina Mootz aber einige davon entschärfen konnten, jubelte am Ende der Tabellenführer, und der MTV fasste sich an die eigene Nase: „Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn wir unsere Chancen nicht nutzen“ sagte Maas, die dennoch eine deutliche Steigerung zur Vorwoche registrierte.

TVB: Schneider (6), Upelj (4), Celik (3), Plett, Schulz, Schreiber-Tiedtke (je 2), Pfeifer (1).

MTV: Kirstein (5/3), Belusic (3), Barton (3/1), Kurz (2), Thiele (2/2), Schmidtke, Czeslik, Steinbring (je 1).

Die dritte deutliche Schlappe in Serie musste der TV Jahn Hiesfeld einstecken. Die „Veilchen“ unterlagen dem TB Osterfeld mit 20:28 (10:13). „Unsere Chancenverwertung war erbärmlich. Wir machen fast alles richtig und treffen dann das Tor einfach nicht“, ärgerte sich Trainer Jürgen Voss. Hinzu gesellten sich einige individuelle Fehler in der Deckung, die der hoch motivierte Gast aus Oberhausen zu nutzen wusste. Da wollte es Voss auch nicht als Ausrede gelten lassen, dass erneut einige wichtige Spielerinnen fehlten.

Jahn: Schulte-Euler (9/3), Todte (3), Schauenburg, Grunow (je 2), Krüsmann, Krebs, Schellewald (je 1), Dalbram (1/1).

Nach der 16:27 (8:12)-Niederlage bei der HSG Wesel glaubt auch Stefan Hansen, Trainer des Schlusslichts SV 08/29 II, nicht mehr wirklich an den Klassenerhalt. „Vielleicht ist es auch gar nicht verkehrt, wenn sich die Mannschaft in der Bezirksliga wieder finden kann und den Spaß am Handball zurück gewinnt“, denkt der Friedrichsfelder Coach. Sein Team kämpfte beim Nachbarn und war nach einem verpatzten Start kurz nach dem Wechsel sogar wieder dran, doch eine Zeitstrafe brachte den Gast erneut aus dem Konzept. Wesel legte wieder ein paar Treffer vor, die Partie war beim 21:12 für die HSG (48.) endgültig gelaufen. „Es kommt viel zusammen. Den Mädels fehlt auch das Selbstvertrauen. Dazu hatte ich wieder mehrere Ausfälle zu beklagen und einige angeschlagene Spielerinnen auf der Platte“, so Hansen.

08/29 II: Julia Römer (5), Gülicher, Berendes, Golley, Voßkamp, Linda Römer (je 2), Grefer (1).