Der Sekt steht schon vor dem Kühlschrank

Hier kommen die MTV-Spieler Dominik Loth (links) und Christopher Schroeer einmal zu spät. Michael Riering hat freie Bahn.
Hier kommen die MTV-Spieler Dominik Loth (links) und Christopher Schroeer einmal zu spät. Michael Riering hat freie Bahn.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Dinslaken. Hiesfelder Landesliga-Handballer bauen den Vorsprung im Aufstiegskampf weiter aus. Erneute Schützenhilfe des Nachbarn.

Nein, kalt gestellt hat Werner Schwarzenberg den Sekt noch nicht. „Aber er steht zumindest schon vor dem Kühlschrank“, schmunzelt der Trainer des TV Jahn Hiesfeld II. Schwarzenberg hatte am Wochenende mal wieder allen Grund zur Freude: Nachdem seine Landesliga-Handballer die schwierige Aufgabe beim TV Issum souverän meisterten, wurde der „Veilchen“-Coach Augenzeuge, wie Nachbar MTV Rheinwacht II mit einem überraschenden Erfolg beim ärgsten Hiesfelder Verfolger SC Bottrop erneut Schützenhilfe leistete. Der TV Jahn hat an der Spitze nun schon acht Zähler Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten aus Saarn. Und der muss am nächsten Samstag zum Team der Stunde, der MTV-Reserve.

Einen weiteren eindrucksvollen Beweis ihrer großartigen Entwicklung zeigten die Dinslakener beim 37:33 (17:13)-Sieg in Bottrop. Der Aufsteiger, der diesmal auch auf die Dienste von Jonas Höffner aus dem Oberliga-Kader bauen konnte, legte einen guten Start hin und ging schnell mit 4:1 in Front. Auch wenn das Team von Harald Jakobs den 17-fachen Bottroper Torschützen Robin Student nicht in den Griff bekam – der „Alleinunterhalter“ erzielte 17 Tore – lag der MTV immer, teilweise mit bis zu sechs Treffern – vorne. Gegen die immer aggressiver werdende SC-Deckung tat sich Dinslaken ab Mitte der zweite Hälfte dann schwerer, so dass Bottrop einmal bis auf 32:31 heran kam. Der Ausgleich gelang den Hausherren aber nicht mehr. „Wir sind viel über Tempo zum Erfolg gekommen und haben auch unsere Konzeptionen gut gespielt“, lobte Jakobs hinterher. Seine vorrangigste Aufgabe nach den jüngsten Erfolgen: „Die Jungs auf dem Teppich halten.“

MTV II: Schneider, Grah; Ahls (3), de Lede (3), Lehmkuhl, Hetzel, Schroeer, Niklas Höffner (4), Petzinna (3), Jonas Höffner (7), Loth (6/1), Nahlmann (3), d’Auria (3).

Die Hiesfelder „Zweite“ tat sich beim 34:30 (15:13) über den heimstarken TV Issum zumindest in den ersten 40 Minuten richtig schwer. Die 19:18-Führung baute Jahn dann aber zügig vorentscheidend auf 29:21 (50.) aus. Der Sieg war spätestens da nicht mehr in Gefahr. Ein Extralob von Trainer Schwarzenberg verdienten sich Philipp Jurzik und Philipp Supper, die beide jeweils sieben Tore erzielten. Überhaupt war der Coach erneut richtig zufrieden mit der Teamleistung: „Es macht momentan einfach richtig Spaß mit den Jungs.“ Neun Spieltage stehen jetzt noch auf dem Weg zum Aufstieg an, drei Niederlagen könnte sich Hiesfeld dabei mindestens erlauben. Vor dem Kühlschrank steht der Sekt vielleicht gar nicht mehr so lange.

TV Jahn II: Kramp, Giesen; Holzmann (5), Bestier (8), Jakobs (1), Supper (7), Kaspers, Schwarzenberg (6), Maier, Röttger, Gangelhoff, Jurzik (7).