Der MTV muss wieder zittern

Florian Körner muss sich auch dringend wieder steigern.
Florian Körner muss sich auch dringend wieder steigern.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Oberliga-Handballer haben ein schweres Restprogramm. Sonntag kommt der Spitzenreiter aus Aldekerk.

So schnell kann’s gehen. Nach zwei Siegen hintereinander sah es Anfang Februar noch so aus, als bräuchten sich die Handballer des MTV Rheinwacht überhaupt keine Sorgen mehr um den Klassenerhalt machen. Doch nur ein paar Wochen später muss der Dinslakener Oberligist wieder zittern. Während die Konkurrenz aus den unteren Regionen zuletzt fleißig punktete, enttäuschte die Mannschaft von Marius Timofte vor ihrer knapp dreiwöchigen Pause gegen Remscheid und Gladbach. Drei Punkte trennen den MTV nur noch vom drittletzten Platz, und das Restprogramm könnte viel schwerer nicht sein. Im Heimspiel gegen den souveränen Spitzenreiter TV Aldekerk sind die Dinslakener am Sonntag (11.15 Uhr) krasser Außenseiter.

Kapitän Brandscheid fehlt

Die Unterbrechung hätte Rheinwacht nach den schwachen letzten Auftritten gut tun können, um sich noch einmal im Training auf die letzte, so schwierige Saisonphase einzuschwören. „Aber es hat uns leider erwischt“, bedauert Timofte. Immer wieder musste eine Hand voll Akteure krankheitsbedingt mit den Einheiten aussetzen. Auch in dieser Woche waren viele Spieler noch nicht wieder fit. Da fiel es dann auch nicht so leicht, Neuzugang Goran Djurovic besser in das MTV-Spiel einzubinden. „Wir haben mit den Leuten, die da waren, aber einiges gemacht. Es muss jetzt eigentlich besser laufen“, glaubt der Spielertrainer.

Dass am Sonntag mit dem designierten Meister ein Team in die Douvermannhalle kommt, das als schier unüberwindbare Hürde gilt, kommt dem 47-Jährigen in der aktuellen Situation nicht ungelegen: „Ein guter Gegner, um wieder reinzukommen.“ Die Hoffnung auf Zählbares ist äußerst gering, Punkte wird der MTV wohl in den sechs verbleibenden Begegnungen holen müssen. „Wir müssen noch mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Spiele gewinnen, um drin zu bleiben“, rechnet Timofte, der für die Schlussphase der Saison eine enorm kämpferische Dinslakener Mannschaft ankündigt: „Wir werden alles geben, alle Kraft investieren, die wir noch haben.“

Sebastian Brandscheid wird am Sonntag noch für den Endspurt geschont. Der Kapitän schleppte sich mit einer schmerzhaften Fersenentzündung schon mehr schlecht als recht durch die letzten Partien, will die Verletzung nun vernünftig auskurieren. „Vielleicht kann Sebastian aber in einer Woche schon wieder dabei sein“, hofft der Spielertrainer.

Immerhin soll Brandscheid der einzige MTV-Akteur sein, der gegen den Spitzenreiter nicht mitwirken kann. Wie lange die Kondition der gesundheitlich angeschlagenen Dinslakener aber reichen wird, um der offensiven Deckung und dem temporeichen Spiel der Aldekerker standzuhalten, ist jedoch fraglich. Im Hinspiel lag Rheinwacht schon zur Pause hoffnungslos hinten.