Das neue Format zahlt sich aus

Meike Bröder vom RuFV Bruckhausen konnte sich in der Zwei-Phasen-Springprüfung Kl. A** nicht platzieren.
Meike Bröder vom RuFV Bruckhausen konnte sich in der Zwei-Phasen-Springprüfung Kl. A** nicht platzieren.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Hünxe. Mit der Entscheidung, das eigene Reitturnier nur noch an zwei Tagen auszutragen, lagen die Verantwortlichen des RuFV Bruckhausen richtig. Voß gewinnt M-Springen.

Die Verantwortlichen des RuFV Bruckhausen konnten sich auf die Schultern klopfen. Die Entscheidung, den stets recht schwach besuchten Samstag aus dem Programm des traditionellen Himmelfahrt-Turniers zu nehmen und damit ganz auf den Donnerstag und den Sonntag zu setzen, ging voll auf. Nicht nur, aber auch weil das Wetter mitspielte. Am ungemütlichen und regnerischen Samstag konnten Helfer und Aktive ihre Kräfte schonen. Und nach dem überaus sonnigen Auftakt an Christi Himmelfahrt spielte der Himmel auch gestern mit. Die positive Folge: erneut großer Besucherandrang und ein völlig problemloser Ablauf.

Zum positiven Fazit passte auch, dass es an beiden Tagen auf dem gut präparierten Boden am Sternweg nur ganz wenige Stürze gab, die dann auch alle glimpflich verliefen. „Die Sanitäter konnten in Ruhe in der Sonne sitzen bleiben“, erklärte RuFV-Pressesprecherin Wiebke Miltenberger.

Eine halbe Sekunde schneller

Freuen konnte sich der Gastgeber wie schon am ersten Turniertag auch über starke Resultate der eigenen Reiter. Auch der Höhepunkt des Sonntags, das M*-Springen mit Stechen, blieb in den Händen des Ausrichters. Christina Voß und Chiquita setzten sich am Nachmittag durch. Das Duo des Ausrichters war im Stechen bei fehlerfreiem Ritt in 29,45 Sekunden rund vier Zehntel schneller als Nadja Wellesen vom RV von Bredow Keppeln mit Lillebi.

Die Bruckhausener heimsten gestern nicht nur ganz viele Platzierungen ein, sondern auch einige weitere Siege. So gewann Maurice Klöckner mit William eine Dressurprüfung der Klasse L*. Daria Jansen landete mit Donnerlitti in einer Dressurreiterprüfung der Klasse A ganz vorne, Stefanie Engler gewann mit Fanconi eine Dressurprüfung der Klasse A* und Elena Sophie Mölleken siegte mit Candaon in einer Stilspringprüfung der Klasse E.

Noch wichtiger als die Erfolge der eigenen Reiter sind für den RuFV-Vorsitzenden Paul Rösel die vielen fleißigen Helfer, die schon im Vorfeld der Veranstaltung, aber vor allem auch an den Turniertagen dafür sorgen, dass alles reibungslos über die Bühne geht. Wie Sabine Kontra, seit ungefähr zehn Jahren Vereinsmitglied und immer mit viel Einsatz und Freude bei der Sache. „Sie hat schon vorher das Dressurviereck gestrichen, geholfen, den Parcours aufzubauen, hat heute Morgen schon bei den Richtern geschrieben und ist jetzt bei der VIP-Betreuung im Zelt eingesprungen“, zählt Rösel auf. Für die Helferin selbst ist der große Einsatz selbstverständlich und auch kein bisschen anstrengend: „Es macht einfach Spaß hier in Bruckhausen, weil der Ton so locker ist. Außerdem ist man ganz nah dran an den Pferden“, sagt Kontra, die selbst ein eigenes Pferd hat, aber keine Turniere bestreitet.

Abbauen mit Hähnchen

Heute sind die Helfer in Bruckhausen noch einmal gefragt, am frühen Abend wird abgebaut. Mit einem gemeinsamen Hähnchenessen klingt das 82. Himmelfahrt-Turnier dann endgültig aus. „Dann ist Winterpause“, scherzt Rösel. Von wegen – im Herbst nehmen die Planungen für das kommende Jahr längst wieder Fahrt auf.