Das Finale ist noch möglich

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Im zweiten Play-off-Halbfinale gewann Eishockey-Regionalligist Dinslakener Kobras gegen die Eisadler Dortmund mit 3:2.

Dinslaken..  Nach dem Spiel lief Thomas Schmitz sofort aufs Eis, klatschte seine Spieler ab und umarmte sie vor Freude. Die Dinslakener Kobras blieben noch lange und feierten mit den Fans, als hätten sie schon das Finale gewonnen. Dabei muss der Finalist nun in einem dritten Spiel ermittelt werden. Schmitz ist mit seinem Eishockey-Team dem Ziel schon etwas näher gekommen – zumindest ist erwiesen, dass es nicht unmöglich ist. „Ich bin überglücklich und stolz auf jeden einzelnen meiner Jungs“, verriet der Coach, „ein Mammutwerk“. Im Halbfinal-Rückspiel der Play-offs besiegten die Kobras am Sonntagabend die Eisadler Dortmund mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0). Im letzten der „Best-of-Three“-Spiele wird nun am kommenden Sonntag entschieden, welches der beiden Teams ins Finale einziehen wird.

Damit hatten nur noch die Wenigsten gerechnet. Es hatte so viel dagegen gesprochen. Der Spitzenreiter der Hauptrunde zu Gast. Das Hinspiel am Freitagabend wurde mit 5:7 verloren. Wichtige Stammspieler fehlten. Trainer Schmitz standen nur 13 Spieler und zwei Torhüter zur Verfügung – die Reihen nahezu auseinandergerissen. Marvin Linse saß seine Spieldauerdisziplinarstrafe aus dem Hinspiel ab. Daniel Grabner hatte die Grippewelle erwischt. Und mit den bis zum Ende der Saison verletzten Joey Menzel und Kapitän Sebastian Haßelberg war ohnehin nicht zu rechnen. Umso größer der Kampfgeist der verbliebenen Akteure auf dem Eis und die Freude der Dinslakener Anhänger unter den 355 Zuschauern.

Es war ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Die Dortmunder zeigten wie gewohnt, dass sie nicht umsonst die unangefochtene Nummer eins der Hauptrunde waren. Trotz starker Abwehr-Leistung der Kobras erspielten sich die Eisadler in der 18. Minute die Führung durch Michael Alda. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Knapp eine Minute später schenkte Daniel Pleger (20.) nach Vorlage von Sven Linda den Dortmundern ein.

Auch im Mittelabschnitt mussten die Dinslakener zunächst einem Rückstand hinterher rennen, denn Dominik Oster schoss das 2:1 (29.) für die Eisadler. Dominick Spazier (38.) landete wiederum auf Zuspiel von Petr Macaj und Benedikt Hüsken den erneuten Ausgleichstreffer.

Die Partie verlief fair mit nur wenigen Strafzeiten. Der eine oder andere Kobras-Akteur musste aufgrund des Personalmangels Zusatz-Schichten schieben. Nicht zuletzt allen voran, wie schon im Hinspiel, Vertretungskapitän Sven Linda. „Das war wieder ein super Spiel von Sven“, lobte Schmitz, „natürlich haben Spieler wie er oder Kamil Vavra die Mannschaft gelenkt, aber die gesamte geschlossene Teamleistung war einfach klasse“.

Im Schlussdrittel fiel der erlösende Siegtreffer. Die beiden „Führungsspieler“ Linda und Vavra bedienten Pierre Klein (42.), der im Hinspiel aussetzen musste, und der netzte zum 3:2 ein. „Wir haben bis zum Schluss verteidigt, wo wir nur konnten“, erklärte Schmitz. Somit war der Sieg gegen die Eisadler perfekt.

„Den Druck hat jetzt Titel-Aspirant Dortmund“, so Schmitz, „wir werden unsrerseits alles dafür tun, um ins Finale zu kommen“.

Strafminuten: Dinslaken 6, Dortmund 8.

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