CDU nimmt RWS in die Pflicht

Die Anlage von RWS Lohberg am Fischerbusch.
Die Anlage von RWS Lohberg am Fischerbusch.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Die Kündigung des Nutzungsvertrags für die Sportanlage durch RWS Lohberg stößt bei der Dinslakener CDU-Fraktion auf Unverständnis.

Dinslaken..  Die Kündigung des Nutzungsvertrags für die Sportanlage am Fischerbusch durch RWS Lohberg stößt bei der Dinslakener CDU-Fraktion auf Unverständnis. Der Verein hatte die bestehende Vereinbarung mit der Stadtverwaltung zum 14. September gekündigt, um in Verhandlungen über bessere Bedingungen für sich treten zu können. Die CDU kritisiert das Vorgehen der RWS-Verantwortlichen und stellt Forderungen an die Lohberger Fußballer.

Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing erinnert daran, „dass RWS Lohberg vor einigen Jahren eine gute Lösung präsentiert wurde, die dem Verein eine sportliche Heimat in Lohberg geboten hat. In mühevoller Arbeit haben Stadt und Politik damals einen Kompromiss erarbeitet.“ Seitdem dürfe RWS Lohberg an zwei Tagen einen Rotgrandplatz des VfB Lohberg für Trainingseinheiten nutzen und auch am Wochenende zum Spielbetrieb. „Dieser Kompromiss war nicht ohne Zugeständnisse, insbesondere seitens des VfB Lohberg, möglich und hat viele Menschen in Lohberg bewegt“, so Wansing.

Rainer Holzborn, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, betont: „Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass in Dinslaken ansässige Vereine ihren Sport auch in Dinslaken ausüben können. Im speziellen Fall RWS Lohberg hat die Stadt Etliches investiert, damit der Verein auf diesem Platz spielen kann. Die Kabinencontainer jetzt einfach verkommen zu lassen und Ansprüche zu stellen, entspricht nicht den Erwartungen meiner Fraktion. Hier ist ganz klar eine Bringschuld seitens RWS zu erwarten.“

Angesichts der Vertragskündigung zum 14. September durch den Verein macht Fabian Schneider, Pressesprecher der CDU-Fraktion, deutlich: „Die Zeit drängt nun die Stadt und RWS Lohberg dazu, einen neuen Nutzungsvertrag über eine Sportstätte zu schließen, damit der Verein zur neuen Saison eine Spielstätte melden kann.“

Stadtrat soll mitbestimmen

Die CDU-Fraktion hat einen Antrag an Bürgermeister Michael Heidinger stellt, der besagt, der Stadtrat solle beschließen, dass jeder Vertrag, der zwischen der Stadt Dinslaken und RWS geschlossen werden soll, ab sofort nur nach Zustimmung des Rates geschlossen werden darf. Schneider wählt deutliche Worte in Richtung der Lohberger Vereinsverantwortlichen: „Wir lassen uns von RWS Lohberg nicht die Pistole auf die Brust setzen und geben aufgrund des Zeitdrucks keinen neuen Forderungen nach, die über die bisherige vertragliche Situation hinaus gehen. Gleichzeitig erwarten wir aber auch, dass der VfB Lohberg in dieser Angelegenheit eng mit eingebunden wird, da bei dem Verein im Moment eine große Unsicherheit herrscht.“

Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Feldmark/Lohberg, Rainer Hagenkötter, stellt unterdessen die Integration in Frage: „Bei Verhandlungen über einen neuen Nutzungsvertrag müssen wir uns seitens der Politik und Verwaltung fragen: Was tut dieser Stadt und dem Ortsteil Lohberg gut?“ Insbesondere im Stadtteil Lohberg müsse bei Vereinen darauf geachtet werden, „dass sie die Integration unterstützen und nicht hindern“.

Verwaltung und Politik müssten sich dieser Fragestellung annehmen „und ehrlich beantworten. Eine türkische Flagge im Vereinslogo eines Kreisligisten ist da sicherlich nicht der integrativste Weg“, so Hagenkötter.