„Buteweg braucht nur anzurufen“

Das letzte Oberliga-Derby der beiden Nachbarn gewann der TV Jahn.
Das letzte Oberliga-Derby der beiden Nachbarn gewann der TV Jahn.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Hiesfelder Handballer sind immer noch von einer Spielgemeinschaft mit dem MTV überzeugt.

Mit großer Verwunderung nahm Horst Helsper, Manager der Handballer beim TV Jahn Hiesfeld, beim Lesen der gestrigen NRZ zur Kenntnis, dass Heinz Buteweg, Obmann des Nachbarn MTV Rheinwacht, auf der Dinslakener Abteilungsversammlung am Montagabend gegenüber den Mitgliedern immer noch von einer kleinen Chance auf eine Spielgemeinschaft mit den „Veilchen“ gesprochen hatte. Denn Buteweg selbst hatte den Kontakt zu den Hiesfeldern vor einigen Wochen nach aussichtsreichem Verhandlungsbeginn komplett abreißen lassen. „Wir wollen die HSG immer noch mit aller Macht. Buteweg braucht nur anzurufen“, sagt Helsper.

Warum es plötzlich nicht mehr weiter ging im gemeinsamen Bestreben, dem Dinslakener Publikum weiterhin hochklassigen Handball bieten zu können, ist Helsper immer noch ein Rätsel. An der eigenen Bereitschaft zur Zusammenarbeit habe sich aber dennoch nichts geändert. Schließlich sieht die „Veilchen“-Führung mit dem Manager und Abteilungsleiter Thomas Bigger die Gründung mittlerweile als alternativlos an. Die Hiesfelder haben momentan bekanntlich große Sorgen ein konkurrenzfähiges Oberliga-Team auf die Beine zu stellen, und der MTV werde es auch nicht leicht haben, aus der Verbandsliga wieder nach oben zu kommen. „Die HSG bringt wirklich nur Vorteile“, sagt Helsper, der wie Buteweg anfangs auch, von dem Modell einer von den Stammvereinen losgelösten Spitzenmannschaft überzeugt ist, die „aus der Jugend und den Herrenteams der Vereine befeuert wird.“

Aufwand gar nicht so groß

Der organisatorische Aufwand sei gar nicht so groß, dazu könne alles vertraglich festgelegt und im Falle eines Scheiterns auch wieder aufgelöst werden, so Helsper. Wer die HSG dann führen solle, sei ihm persönlich völlig egal, die „alten Zöpfe“ sollten am besten gar nicht dabei sein.

Für den Hiesfelder Manager wäre das Konzept auch immer noch ganz kurzfristig in die Tat umzusetzen: „Wenn man mit aller Ehrlichkeit und Offenheit miteinander redet.“