„Bruckis“ vom Rheder Schnellzug überrollt

Daniela Schneider und der TVB waren in Rhede chancenlos.
Daniela Schneider und der TVB waren in Rhede chancenlos.
Foto: WAZ FotoPool
Dinslaken/Hünxe/Voerde. TVB-Damen verloren Topspiel der Handball-Landesliga mit 21:34. Der Aufstieg ist wohl weg.

Der TV Bruckhausen hat das Spitzenspiel in der Handball-Landesliga der Damen beim HCTV Rhede überraschend deutlich mit 21:34 (9:17) verloren und damit den Platz mit den Gastgeberinnen getauscht. Hoffnung auf die Meisterschaft hat TVB-Trainer Sascha Zwanzig-Zeh zwei Spieltage vor dem Saisonende nun nicht mehr: „Glückwunsch nach Rhede. Die werden sich das nicht mehr nehmen lassen.“

In einer voll besetzten Halle lag der TVB schnell mit 1:7 (8.) hinten, ließ sich in der Folge zwar nicht hängen, blieb letztlich aber chancenlos. „Die Mädels haben alles versucht, sind aber vom Rheder Schnellzug überrollt worden. Vielleicht sind wir einfach noch nicht so weit“, erklärte der Gästetrainer.

TVB: Schneider (5), Schreiner, Celik (je 4), Schulz (3), Schreiber-Tiedtke, Pfeiffer (je 2), Upelj (1).

Der MTV Rheinwacht lief bei der HSG Wesel lange hinterher, konnte sich deshalb am Ende durchaus über das 23:23 (11:14)-Unentschieden freuen. Der große Wermutstropfen: Dinslakens Torhüterin Sema Seyhan verletzte sich schon in der ersten Hälfte am Knie, droht lange auszufallen. Eine genaue Diagnose steht allerdings noch aus. Wegen einiger Personalsorgen halfen Melanie Mittelsdorf und Miriam Gerau einmal wieder aus und hatten auch großen Anteil am Punktgewinn. Vor allem Mittelsdorf sprang als Haupttorschützin für Angelina Kirstein ein, die diesmal keinen besonders guten Tag erwischte. Mit 12:17 lag der MTV noch hinten, kämpfte sich dann aber Tor um Tor heran und wurde am Ende belohnt.

MTV: Mittelsdorf (7/1), Schmidtke, Gerau, Kurz (je 3), Steinbring, Kirstein (je 2), Czeslik, Belusic, Kramer (je 1).

Der TV Jahn ließ gegen Blau-Weiß Dingden nichts anbrennen und fuhr einen 28:11 (16:9)-Kantersieg ein. „Wir waren in allen Belangen überlegen. Bei so einem Ergebnis habe ich nichts zu meckern, auch wenn am Ende noch mal ein wenig der Schlendrian eingekehrt ist“, befand Trainer Jürgen Voss.

Auch in der Anfangsphase waren die Hiesfelderinnen noch nicht ganz auf der Höhe. Dingden war bis zum 6:6 im Spiel, dann nahm Voss eine Auszeit und stellte um. Bis zur Pause war das Spiel dann entschieden.

TV Jahn: Grunow (8/1), Platt (5), Dalbram (4/2), Schulte-Euler, Todte, Schauenburg (je 3), Körkemeyer (2).

Die bereits abgestiegene und personell gebeutelte Reserve der SV 08/29 Friedrichsfeld zog sich beim 19:29 (10:12) gegen den Tabellendritten TB Osterfeld beachtlich aus der Affäre. In der zweiten Hälfte schwanden dem dünnen Kader von Stefan Hansen aber einmal mehr die Kräfte. Mit Janine Bilek stand den „Vereinigten“ nur eine Torhüterin zur Verfügung, und die war auch noch angeschlagen.

08/29 II: Julia Römer (5), Karsli (4), Born, Golley (je 3), Linda Römer (2), Grefer, Heedfeld (je 1).

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