Bis an die Schmerzgrenze
27.10.2009 | 16:18 Uhr 2009-10-27T16:18:00+0100Dinslaken. Kevin Kisyna zählt zu den zweikampfstärksten Akteuren beim Niederrheinligisten TV Jahn Hiesfeld. Der Gelsenkirchener, der in Bochum Biologie und Sport auf Lehramt studiert, kam von der U23 des FC Schalke 04. Nach zahlreichen Verletzungen hatte Kisyna eine kurze Pause eingelegt.
Andere haben ein besonderes Gefühl für den Ball, Kevin Kisyna hat ein besonderes Gefühl für den Zweikampf. Davon profitiert Fußball-Niederrheinligist TV Jahn Hiesfeld Woche für Woche. 90 Minuten Volldampf, immer am Rande des Erlaubten.
Symptomatisch eine Szene im letzten Spiel gegen Viktoria Goch: Asim Kus, bulliger Angreifer in Reihen des Gegners im direkten Duell mit Kisyna. Beide drücken und zerren bis an die Schmerzgrenze des Schiedsrichterpfiffs. Das Duo strauchelt, sinkt zu Boden. Kus verliert die Kontrolle, setzt einen überflüssigen Ringergriff an und sieht die gelbe Karte. Auch Kisyna wird im Laufe der Partie noch verwarnt, allerdings für die Summe von mehr als einem halben Dutzend im Ansatz vereitelten Viktoria-Angriffen.
Fast in die Schweiz
„Es macht einfach Spaß, in dieser Liga viel mehr gefordert zu werden", genießt der Jahn-Akteur Saison eins nach dem Aufstieg gegen Mannschaften, die den „Veilchen" alles abverlangen. Kombinierte sich Hiesfeld im Vorjahr noch sehenswert zum Aufstieg, reicht dies allein nun nicht mehr. „Diese Spielart liegt mir schon", schätzt Kisyna kampfbetonte Duelle auf Messers Schneide. Seit einem Jahr schnürt der Gelsenkirchener mittlerweile seine Schuhe am Rotbach. Wenige Monate zuvor hatte sich ein Wechsel in die Schweizer Challenge League (2. Liga) zum FC Schaffhausen zerschlagen, zahlreiche Verletzungen warfen ihn bei der U 23 von Schalke 04 immer wieder zurück. „Da wollte ich erstmal einige Zeit aussetzen."
Vertrag bis 2011
Jahn-Coach Stefan Janßen überzeugte seinen Nachbarn, der an der Ruhr-Universität Bochum im dritten Semester Biologie und Sport auf Lehramt studiert, dann von einem Neuanfang im Mühlendorf. Ein Ende dieses Engagements ist erstmal nicht in Sicht, denn Kisyna verlängerte seinen Vertrag kürzlich bis Mitte 2011. Aus sportlichen und zwischenmenschlichen Gründen, wie er betont. Zum einen unterstreiche der Verein mit dem Transfer, wie der jüngsten Verpflichtung von Stephan Schneider, seine gehobenen Ambitionen, zum anderen „habe ich richtig Spaß hier in der Truppe".
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