„Bestandsaufnahme war die wichtigste Entscheidung“

Was wir bereits wissen
Dinslakens Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann will bei der Sanierung der Sportstätten Prioritäten setzen.

Dinslaken..  Dinslakens Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann will bei der Sanierung der Sportstätten Prioritäten setzen.

„Die wichtigste Entscheidung im zu Ende gegangenen Jahr war mit Sicherheit die Bestandsaufnahme bei unseren Sportstätten. Ziel ist es, so einen Überblick über den tatsächlichen Sanierungsbedarf zu erhalten. Zur Zeit ist eine externe Firma dabei, die Außenanlagen auf den städtischen Bezirkssportanlagen genau unter die Lupe zu nehmen. Die Untersuchung an den Gebäuden führt der Geschäftsbereich Bauen mit eigenem Personal durch. Über das Ergebnis der gesamten Bestandsaufnahme und den sich daraus ergebenden Sanierungsaufwand, einschließlich des langfristigen Investitionsbedarfs, wird die Verwaltung der Politik berichten.

Zu hohe Kosten für Kunstrasenplätze

Mit den Vereinen werden wir anschließend sprechen, in welchem Umfang Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen notwendig sind und wie sie finanziell vertretbar realisiert werden können. Dieser Aufgabe sehe ich mit Zuversicht entgegen, wir können ja auf die bisherige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem gesamten städtischen Fachdienst, den Vereinen, dem Stadtsportverband und der Politik aufbauen. In allen Belangen hat es auch im Jahr 2014 einen breiten Konsens gegeben. Natürlich kommt es immer wieder zu Problemen und unterschiedlichen Auffassungen. Als zuständige Beigeordnete bin ich aber glücklich und froh, dass wir das immer sachlich und ohne größere Konflikte gemeinsam lösen konnten.

Das Umkleidegebäude auf der städtischen Bezirkssportanlage an der Voerder Straße wurde saniert. Es wurden Arbeiten am Dach, an Lüftung und Heizung ausgeführt. Umkleiden und Duschen, Sanitär, Elektro, Türen (innen und außen), Grundleitungen und Fenster wurden erneuert. Alles in allem eine beträchtliche und dringend notwendige Investition, zugleich die vom Volumen her größte.

Es ist verständlich und nachvollziehbar, dass etliche Sportvereine den Wunsch hegen, die bisherigen Rotgrandplätze in Kunstrasenplätze umzuwandeln. Wegen der sehr hohen Investitionskosten ist das derzeit aber leider nicht realisierbar. Hier müssen wir priorisieren, und dann müssen letztlich die Stadtverordneten entscheiden, so wie sie es bei dem Baukostenzuschuss für die Betreibergesellschaft der Eissporthalle getan haben. Hier stellte der Rat in diesem Jahr einen sechsstelligen Betrag für notwendige Investitionen für den Erhalt der Halle zur Verfügung.

Dinslaken hat erfolgreich am Landesprogramm „NRW kann schwimmen“ teilgenommen. In Kooperation mit dem Stadtsportverband fand in den Oster- und in den Herbstferien im Lehrschwimmbecken an der Bismarckstraße ein Förderkurs statt. Mädchen und Jungen der Klassen 3 und 6 aller Schulformen hatten hier die Gelegenheit, das Schwimmen zu erlernen und Unsicherheiten auszugleichen.

„Guten Ruf als Sportstadt erhalten“

Auf Anregung des Stadtsportverbandes hat die Stadt Dinslaken die Stadtmeisterschaften im Schwimmen im Dinamare finanziell unterstützt. Trotz Haushaltssperre und Konsolidierungsanstrengungen konnten wir auch in 2014 alle dem Stadtsportverband angeschlossenen Vereine im Rahmen der Sportförderungsrichtlinien finanziell unterstützen. Auch der Jugendsportpreis wurde wieder vergeben und zeigt das hohe Niveau gerade im Jugendbereich. Namens des Stadtsportverbandes wurden fünf Einzelpersonen und zwei Teams für herausragende Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Die Sparkasse Dinslaken-Hünxe-Voerde hat die Geehrten mit einem Spargutschein im Wert von je 500 Euro unterstützt.

Für das neue Jahr lässt sich noch keine Prognose abgeben. Ich weiß aber, dass Verwaltung und Politik gemeinsam alles daran setzen werden, den guten Ruf Dinslakens als Sportstadt zu erhalten.“