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City-Lauf Dinslaken

Beim Hauptrennen bebte der Boden

07.04.2008 | 11:15 Uhr
Beim Hauptrennen bebte der Boden

Dinslaken. Vom Bambini bis zum Leistungssportler zog es wieder tausende Ausdauerfreunde auf die Strecke rund um das Dinslakener Rathaus.

Der Asphalt vor dem Dinslakener Rathaus bebte, als sich im zweiten Hauptlauf des dritten Sparkassen-City-Laufs 600 Starter gleichzeitig auf den 2,5-Kilometer-Rundkurs machten. Alle Hände voll zu tun hatten die Organisatoren von Marathon Dinslaken, den Kurs frei von Zuschauern zu halten, die johlend und applaudierend ihre Bekannten anfeuerten. Die Trommelgruppe „Sambakowski” steuerte ihren Teil dazu bei, dass den ganzen Tag über rund um den Platz d'´Agen Volksfeststimmung herrschte.

„Die Stimmung ist mit dem Sonnenschein gestiegen”, zeigte sich Marathon-Pressewart Johannes Nißing erleichtert, dass das Wetter es einmal mehr gut meinte. „Schlimm wäre es gewesen, wenn es bei den Kleinen geregnet hätte. Dann würden die für den Rest ihres Lebens nur noch Hallenfußball spielen”, setzt Nißing darauf, mit dem City-Lauf den Dinslakener Nachwuchs auch in Zukunft für den Ausdauersport begeistern zu können.

Sportlicher Höhepunkt war der Zehn-Kilometer-Lauf. In Abwesenheit der beiden Vorjahressieger Karsten Kruck und Marc Andre Ockenburg lief Magnus Kreth vom ASV Duisburg zu einem ungefährdeten Sieg in 32:16 Minuten. Nur eine von vier Runden konnte Tobias Jazbec dessen Tempo mithalten, dann musste der Vereinskamerad abreißen lassen.

Sieger Kreth, der den City-Lauf als Vorbereitung für den Rotterdam-Marathon am nächsten Wochenende nutzte, zeigte sich im Ziel von seinem Erfolg überrascht. „Ich wusste überhaupt nicht, wie ich drauf bin. Am Anfang war die Taktik, dass Tempo von Tobias mitzugehen.” Den Konkurrenten verließen jedoch mit der Zeit die Kräfte, was Triathlet Jazbec mit einem intensiven Radtrainingslager im Vorfeld begründete. Zerknirscht musste der Zweite sich frühzeitig geschlagen geben: „Schade, so war es ein langweiliges Rennen.” Trotz der sportlichen Enttäuschung genoss er den Zuschauerzuspruch und bedankte sich auf den letzten Metern Hände klatschend beim Publikum.

Lobende Worte gab es vom Gewinner für den Streckenverlauf: „Die Runde ist zwar relatibv eckig, aber besonders das Laufen durch die Altstadt ist sehr schön.” Gleicher Meinung war Lisa Müller, schnellste Frau des Tages in 36:53 Minuten. Für sie stand das Ambiente im Vordergrund: „Die Zeit war mir bei diesem Kurs egal.”

Dieses Motto verfolgten sicherlich die meisten der knapp 2200 Teilnehmer. Denn viele Hobby-Läufer nutzten die Veranstaltung vor der Haustür, um vor großer Kulisse durch die engen Gassen der Stadt zu flitzen. Die Steigerung der Teilnehmerzahl zum Vorjahr zeigt, dass viele wieder gekommen sind und über das Jahr noch Freunde und Bekannte für das Event begeistert haben. Eine stetige Entwicklung, die Marathon-Mann Nißing noch nicht am Ende sieht: „Man muss ein Ziel haben. Das heißt 3000 Meldungen.”

Michael Blatt

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