Ausnahmezustand für die „Zebras“

Voerdes Trainer Torsten Klump.
Voerdes Trainer Torsten Klump.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ausnahmezustand an der Rönskenstraße: Fußball-A-Kreisligist TV Voerde empfängt am Samstag um 16 Uhr den Zweitligisten MSV Duisburg.

Voerde..  Am kommenden Montag starten die Zweitliga-Fußballer des MSV Duisburg in ihr zweites Trainingslager der Vorbereitung auf die neue Saison. In Österreich will Trainer Gino Lettieri den Aufsteiger fit machen für den Kampf um den Klassenerhalt. Seit Freitag wissen die „Zebras“, dass sie zum Auftakt in knapp vier Wochen den 1. FC Kaiserslautern mit ihrem ehemaligen Coach Kosta Runjaic empfangen. Der Gegner am heutigen Samstag steht für den MSV schon länger fest: Um 16 Uhr treten die Duisburger zum Freundschaftsspiel beim A-Kreisligisten TV Voerde an. An der Rönskenstraße herrscht Ausnahmezustand.

Die Organisatoren wirkten in den vergangenen Tagen mit Hochdruck darauf hin, das Programm um den Auftritt der Profis zu einem Ereignis zu machen, das lange in Erinnerung bleibt. „Wir wollen ein guter Gastgeber sein, damit der MSV sich wohl fühlt und das Ganze vielleicht keine einmalige Angelegenheit wird“, hofft Voerdes Trainer Torsten Klump. „Für uns ist das eine klasse Sache, die Spieler freuen sich riesig auf die Partie.“ Die Stimmung bei den vorgezogenen Trainingseinheiten unter der Woche war bestens: „Die Jungs wollen später ihren Kindern mal erzählen, dass sie gegen den MSV gespielt haben“, schmunzelt Klump. Er hat die Erfahrung schon seit einem Vierteljahrhundert hinter sich; im September 1989 spielte der damals Zwanzigjährige mit Wacker Dinslaken gegen die „Zebras“ und verlor 1:7.

Ein Resultat, mit dem der Coach auch heute leben könnte: „Wenn wir selbst ein Tor schießen, wäre das natürlich super, aber wenn wir nicht zweistellig verlieren, ist das auch schon ein Erfolg.“ Angesichts der Zusage aus Meiderich, dass der Zweitligist mit dem kompletten Kader antreten will, gehört das schon zu den ambitionierten Zielen, letztlich geht es jedoch weniger ums Ergebnis als um Erlebnis.

Rund 1000 Karten waren bis Freitag bereits verkauft, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt und werden vermutlich die Kulisse noch ordentlich aufstocken. An der Tageskasse dürften ab 13 Uhr auch noch einige Tickets über den Tresen gehen: „Nachmittags soll es ja trocken bleiben“, setzt Klump darauf, dass das Wetter keinen negativen Einfluss auf den Besucherstrom hat, „wir wollen den Fans auf jeden Fall etwas bieten“. Rund um das Spiel gibt es Unterhaltung für die kleinen Besucher, um 14 Uhr gibt’s ein Vorspiel der D-Junioren gegen Hiesfeld, MSV-Maskottchen Ennatz hat sich angesagt, eine Torwand wird aufgebaut. Lediglich die beschränkte Parkplatzkapazität macht den Organisatoren ein wenig Kopfzerbrechen: „Am besten bilden die Zuschauer Fahrgemeinschaften oder kommen gleich mit dem Fahrrad oder zu Fuß“, rät Klump.