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Aufwand ohne Ertrag

22.09.2009 | 09:57 Uhr

Dinslaken. Niederrheinligist TV Jahn Hiesfeld schaut nach dem 0:1 gegen den VfB Homberg erstmals in die untere Tabellenhälfte.

Langsam ist es Hiesfelds Trainer Stefan Janßen leid, nach einem Spiel des TV Jahn Hiesfeld Lob von gegnerischer Seite zu bekommen, aber gleichzeitig keine Punkte einzufahren. So auch gestern im Anschluss an das 0:1 (0:0) gegen den VfB Homberg. „Wir müssen uns in nächster Zeit in der unteren Tabellenhälfte einordnen”, stellte Janßen nach der zweiten Heimniederlage in Folge zerknirscht fest. Da halfen auch die eingangs erwähnten warmen Worte von Gästecoach Günter Abel wenig: „Die Hiesfelder haben fußballerische Qualität.”

Die nützt aber wahrlich herzlich wenig, wenn es an der nötigen Produktivität mangelt. Besonders auffällig war während der gestrigen 90 Minuten, dass die „Veilchen” anscheinend im Vorfeld nicht das nötige Zielwasser getrunken hatte. Zwar erspielte sich Hiesfeld mehr als ein halbes Dutzend an aussichtsreichen Möglichkeiten, setzte diese jedoch, mit einer Ausnahme, allesamt neben das Gehäuse von Hombergs Keeper Kevin Rauhut. Dieser hatte gegen den Wuppertaler SV II noch schwer gepatzt und wäre beinahe auf der Ersatzbank gelandet. Gegen Jahn hielt er seinen Kasten sauber und war zur Stelle, als Oliver Ritz zunächst zwei Gegenspieler mit einer Körpertäuschung nass machte und zum Abschluss kam (59.).

Schon früh hatte Trainer Janßen ein jubelndes „Jaaa!” ausgestoßen (4.). Doch eine Ritz-Ecke bugsierte Michael Ohnesorge mit dem Kopf um Zentimeter neben das VfB-Tor. Die erste Halbzeit gehörte den Hausherren. Allerdings verfehlten Schüsse von Nikola Koncic und Ritz ihr Ziel (25./37.). Es dauerte bis zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff, ehe „Veilchen”-Schlussmann Dennis Fill erstmals ernsthaft durch El Houcine Bougjdi geprüft wurde.

Mit Wiederanpfiff wurde Homberg merklich stärker und Bougjdi nach einer Ecke am langen Pfosten sträflich allein gelassen. Seinen Schuss fälschte Fabian Mertins unglücklich und ohne Schuld ins eigene Tor ab. Von da an war Jahn so richtig von der Rolle und vermochte kaum noch gescheite Angriffe vorzutragen. „Wir hätten noch Stunden so weiter spielen können und keinen Treffer erzielt”, fasste Manager Harald Plank die ideenlosen Offensivaktionen der „Veilchen” zusammen.

Auf der anschließenden Pressekonferenz fand Hombergs Abel nur ein Haar in der eigenen Suppe: „Mein einziger Vorwurf ist, dass wir das 2:0 nicht machen.” Gegenüber Janßen blickte schon auf die nächsten Aufgaben: „Wir müssen ganz schnell die Kurve kriegen.” Erste Gelegenheit dazu bietet das Auswärtsspiel am Sonntag bei Tura 88 Duisburg, wo der frühe Trainerwechsel noch zu keiner Besserung geführt. Gestern gab es in Wuppertal eine 0:5-Klatsche.

Michael Blatt

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