Handball
Auftritt stimmte zuversichtlich
31.01.2010 | 16:44 Uhr 2010-01-31T16:44:00+0100Dinslaken. Oberligist TV Jahn Hiesfeld unterlag dem Tabellendritten Adler Königshof nach guter Leistung unglücklich mit 31:32. Trainer Matthias Waclawczyk: "Schade, ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen." Der Trainer hatte auf den am Knie verletzten Christian Ginters verzichtet.
Olaf Mast blickte leicht verlegen drein, als er seinem Trainerkollegen Matthias Waclawczyk nach der Schlusssirene die Hand gab. Der Coach der DJK Adler Königshof und frühere Bundesliga-Handballer wusste nur zu gut, dass sein Team nicht unbedingt das bessere, sondern vielmehr das glücklichere gewesen war. Beim 31:32 (12:16) gegen den Tabellendritten aus Krefeld schrammte der ersatzgeschwächte Hiesfelder Oberligist vor knapp 200 Zuschauern – darunter viele Gästefans – nur hauchdünn an einer großen Überraschung vorbei.
13 Sekunden vor dem Ende erzielte der stärkste Gästespieler Fabian Bednarzik mit seinem zwölften Tor den Siegtreffer für Königshof. Waclawczyk nahm noch einmal eine Auszeit, plante mit seinen Schützlingen am Taktikbrett den letzten Gegenzug, doch der Gegner verteidigte geschickt und ließ keine Wurfchance mehr zu.
„Schade, ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Alle haben gekämpft. Es war halt ein bisschen unglücklich, aber auf diese Leistung können wir aufbauen. So werden wir bald wieder ein paar Punkte holen", fand der Hiesfelder Trainer hinterher. Waclawczyk hatte noch auf einen Einsatz des am Knie verletzten Christian Ginters verzichtet, wollte mit Blick auf die nächsten Wochen noch nichts riskieren.
Statt auf dem Parkett zu stehen, filmte Ginters von der Tribüne. Im Kasten hatte er schnell einen schwachen Start der Hausherren, die nach 2:17 Minuten schon mit 0:3 hinten lagen. Doch angeführt vom starken Stephan Voss kamen die „Veilchen" besser ins Spiel, glichen beim 7:7 (16.) erstmals aus.
Zum Ende des ersten Durchgangs häuften sich die Zeitstrafen bei Hiesfeld. Königshof nutzte die Überzahl, um mit einer recht komfortablen Führung in die Pause zu gehen. Doch Hiesfeld kam stark aus der Kabine. Voss glich beim 21:21 (41.) erstmals wieder aus. Es blieb bis zum Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem der TV Jahn aber trotz guter Möglichkeiten nie in Führung gehen konnte.
„Vielleicht hat am Ende die individuelle Klasse der Königshofer den Ausschlag gegeben”, vermutete Waclawczyk, „bei uns war heute das Kollektiv stark.”
Jahn: Meyer, Linke; Becks (8/5), Busjan (4), Fehlemann (7), Görgen, Holzmann (4), Niehoff, Mergner, Schwarzenberg, Voss (6), Scharfenberg (2).
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