Auftritt in Sonsbeck macht Friedrichsfeld Mut

Gut drauf: Dennis Mielke (links) machte auf der linken Seite ein gutes Spiel.
Gut drauf: Dennis Mielke (links) machte auf der linken Seite ein gutes Spiel.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Voerde. Bezirksliga-Spitzenreiter unterlag zwar beim Oberligisten mit 1:3, präsentierte sich aber in sehr ordentlicher Verfassung.

Im letzten Test vor der Kreispokalpartie am Donnerstag in Emmerich und dem Rückrundenstart am kommenden Sonntag zu Hause gegen den RSV Praest mussten die Bezirksliga-Fußballer der SV 08/29 Friedrichsfeld zwar gestern die allererste Niederlage der Vorbereitung hinnehmen, doch die Leistung, die der Herbstmeister der Gruppe 7 beim 1:3 (0:3) gegen den gastgebenden Oberligisten SV Sonsbeck zeigte, macht trotzdem Mut für den Pflichtspiel-Neustart. „Das war vollkommen in Ordnung“, lobte Trainer Mark Lanfermann dann auch seine Schützlinge, die nach einer roten Karte gegen Torhüter Sven Bolz sogar 55 Minuten lang in Unterzahl agieren mussten.

Mit Elf gegen Elf präsentierten sich die „Vereinigten“ in der ersten halben Stunde spielerisch ebenbürtig und trugen gerade über den starken Dennis Mielke auf Links einige gefährliche Angriffe vor, doch die Tore erzielte der Favorit. 08/29 machte zwar nicht viele Fehler, aber die wenigen bestrafte Sonsbeck eiskalt. Nach einem eigenen Freistoß am SVS-Strafraum waren die Gäste zu weit aufgerückt, den Konter vollendete Jonas Kremer per Kopf (13.). Robin Schoofs erhöhte mit einem Distanzschuss in den Winkel (24.) für den Oberligisten, ehe Bolz gegen Baran Özcan in höchster Not klären musste und es dabei zu einer leichten Berührung kam. Schiedsrichter Christian van Zwamen entschied auf Elfmeter und rote Karte, ließ sich dabei selbst von den Sonsbecker Akteuren nicht mehr von seiner Entscheidung abbringen. Bolz droht nun eine zweiwöchige Sperre, den Strafstoß verwandelte Kremer gegen 08/29-Torjäger Thomas Giesen (36.), der fortan in Ermangelung eines zweiten Keepers zwischen den Pfosten stand.

Es war der einzige Treffer, den Giesen im weiteren Verlauf kassieren, sollte, denn mit einem Mann weniger machten seine Vorderleute ihre Sache richtig gut. „Mir hat imponiert, wie die Jungs aus der Pause gekommen sind“, erklärte Lanfermann hinterher. 08/29 agierte nun notgedrungen etwas defensiver, zeigte sich dabei aber enorm zweikampfstark und setzte immer wieder eigene Nadelstiche. Der schönste Angriff des Tages führte dann auch zum verdienten Ehrentreffer: Nach einem unwiderstehlichen Flankenlauf des glänzend aufgelegten Denis Mühleweg kam der Ball zu Eray Tuncel, der für Vedat Bengü durchsteckte. Der Neuzugang blieb cool und ließ SVS-Keeper Ahmet Taner keine Chance (63.).

In der Schlussphase schwanden den Friedrichsfeldern, die auf die erkrankten Daniel Hinnemann, Andreas Gnielka und Ansgar Mertens verzichten mussten und nur ganze zwei Auswechselspieler dabei hatten, zwar merklich die Kräfte, doch die Abwehr hielt bis zum Schlusspfiff, Aushilfstorwart Giesen wurde kaum noch geprüft.

Weil dessen Namensvetter Stefan Giesen kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit auch noch mit Adduktorenproblemen runter musste, bangt Lanfermann nun vor dem ersten Pflichtspiel um die Breite seines Kaders: „Jetzt darf uns wirklich nichts mehr passieren.“