Auf der Suche nach der Leichtigkeit

Eray Tuncel hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen.
Eray Tuncel hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Voerde. Bezirksliga-Spitzenreiter Friedrichsfeld will gegen Bocholt zurück zu alter Spielstärke. Der SV Spellen steht beim Tabellensechsten in Hamminkeln vor einer schwierigen Aufgabe.

Nach dem 2:2 in Bedburg-Hau schlichen die Fußballer der SV 08/29 durchnässt, vor allem aber ziemlich geknickt vom Kunstrasen der SG Eintracht. Die Akteure des Bezirksliga-Spitzenreiters waren sichtlich unzufrieden mit ihrer eigenen Vorstellung. „Irgendwie ist uns die spielerische Leichtigkeit abhanden gekommen, eine Erklärung habe ich aber auch nicht dafür“, rätselt Mark Lanfermann. Der Trainer der „Vereinigten“ ist trotzdem optimistisch, dass sich seine Schützlinge schnell wieder steigern: „Wir können es ja nicht verlernt haben.“ Schon heute haben die Friedrichsfelder die Möglichkeit die enttäuschenden Auftritte der jüngeren Vergangenheit vergessen zu machen. Um 19.30 Uhr gastiert TuB Bocholt am Tannenbusch.

Ein Heimsieg ist Pflicht, um die Ausgangslage im Aufstiegskampf nicht weiter zu verschlechtern. 08/29 führt die Tabelle zwar noch mit drei Zählern Vorsprung vor Hönnepels Reserve an, hat aber auch zwei Partien mehr absolviert. „Es ist noch alles drin, aber wir müssen einfach unsere Hausaufgaben machen“, sagt Lanfermann. Das Topspiel in Hönnepel am Ostermontag dürfe vorerst noch überhaupt keine Rolle spielen. Die Aufgabe Bocholt sei schwierig genug.

Zumal die Gäste im Abstiegskampf um jeden Zähler kämpfen und die Friedrichsfelder sich schon beim 2:0-Sieg im Hinspiel richtig schwer taten. Hoffnung machen bei den Friedrichsfeldern zwei Rückkehrer. Andreas Gnielka hat das Training nach seiner Wadenzerrung wieder aufgenommen und steht bereits heute im Kader. Eray Tuncel ist nach seiner Gelb-Rot-Sperre ebenfalls wieder dabei und könnte spielerisch für die Akzente sorgen, die am Sonntag noch fehlen.

Ligakonkurrent SV Spellen hat in den letzten Wochen am meisten unter den witterungsbedingten Absagen gelitten. Während Friedrichsfeld schon 22 Partien absolviert hat, haben die Spellener erst 19-mal gekickt. Die heutige Partie beim Hamminkelner SV (19.30 Uhr) dürfte aber stattfinden, denn der gastgebende Tabellensechste verfügt über einen Kunstrasenplatz.

Schon am Sonntag hätte SVS-Coach Markus Osthoff gerne gegen Bislich gespielt, doch der Referee pfiff nicht an, weil er den Platz für unbespielbar hielt. Nachgeholt wird mit Sicherheit unter der Woche, was Osthoff nicht passt: „Ich finde, im Amateurbereich sollte man ein, zwei Wochenenden für solche Nachholtermine freihalten. Wochentags können viele einfach nicht wegen der Arbeit.“ Auch heute droht Leroy Badu wegen seines Jobs bei der Bank auszufallen, Torhüter Hendrik Gockel kann sich immerhin etwas früher verabschieden und steht zur Verfügung.

In Hamminkeln erwartet die Spellener eine schwierige Aufgabe. Beim Gastgeber sind nach durchwachsenen Wochen und großen Personalsorgen wieder wichtige Akteure zurück im Kader. „Wir werden uns auf jeden Fall so teuer wie möglich verkaufen“, verspricht Osthoff.