Anlage platzte aus allen Nähten

Alina Jochmann vom RFV Hünxe  mit Peggy.
Alina Jochmann vom RFV Hünxe mit Peggy.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Voerde. Das Pfingstturnier des Reitervereins Voerde litt nicht unter der parallel stattfindenden Drachenboot-Regatta. Der Gastgeber feierte viele Erfolge.

Als sich der ganz große Andrang am Sonntagnachmittag wieder etwas gelegt hatte, da konnte Anne Scheffran sich einen Moment zurücklehnen, den Blick zufrieden über die Anlage an der Rönskenstraße schweifen lassen und schon einmal eine überaus positive Bilanz ziehen: „Wenn es so gut läuft, dann weiß man einfach, wofür man das alles macht“, erklärte die Vorsitzende des Reitervereins Voerde und gab gleichzeitig zu, auch „ein bisschen stolz“ zu sein auf die diesjährige Auflage des eigenen Pfingstturnieres. Vor allem die vielen erfreulichen Rückmeldungen von Reitern, Richtern und Zuschauern bestätigten die Turnierleiterin und ihre zahlreichen Helfer in ihrer Arbeit.

Ein wenig überrascht hatten die Verantwortlichen im Vorfeld zur Kenntnis genommen, dass der Kanuclub Friedrichsfeld seine Drachenboot-Regatta 2015 auch am Pfingstsonntag, dem zweiten und stets besonders publikumswirksamen Tag des Turniers, durchführen würde. Besucher schien die populäre Veranstaltung dem Reitverein aber nicht streitig zu machen. Die Anlage platzte aus allen Nähten, beim beliebten „Jump & Dog“-Wettbewerb und der anschließenden Tombola war am Springplatz kaum noch ein Durchkommen. Waren es im letzten Jahr die Pommes, die den Voerdern irgendwann ausgingen, so musste diesmal ob des großen Andrangs der Kuchen nachgeordert werden. Auch der Eismann bekam an beiden Tagen „Lieferschwierigkeiten“.

Sportlich war das Turnier ebenfalls ein voller Erfolg für den Ausrichter: „Wo Voerder gestartet sind, da haben sie sich auch platziert“, strahlte Pressesprecherin Nina Heißen. Neben Ulrike Wefelnberg, die in der Dressurprüfung Klasse L*-Trense ganz vorne landete und anschließend auch die dazugehörige Kür gewann, überzeugte vor allem die Jugend. „Wir drohen mit Nachwuchs“, lachte Scheffran. Ein Beispiel: Louise Drodzdek gewann mit Calisto nicht nur eine Stilspringprüfung der Klasse E, sondern auch beim „Jump & Dog“. Diana Kraps durfte sich mit High Fly ebenfalls über zwei Siege freuen. Das Duo war in einer Springprüfung Klasse A* und in einer Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse A** nicht zu schlagen. Ricarda Stemmer holte mit Fiton im Springreiter-Wettbewerb einen weiteren Sieg für den Gastgeber.

Optimales Wetter

Weil die Voraussagen auch eintrafen, das Wetter schon am ersten Tag fast optimal und trocken war und es am Sonntag sogar richtig sonnig wurde, konnten sich die Voerder ebenfalls darüber freuen, dass fast alle, die im Vorfeld für knapp 1000 Nennungen gesorgt hatten, auch an der Rönskenstraße erschienen. „So ein gutes Verhältnis ist schon außerordentlich“, so die Vorsitzende, die sich einmal mehr auf ihre verschiedenen Helfer-Teams verlassen konnte. Wie auf die Damen, die mit ihren Blumen für reichlich Farbtupfer sorgten. Ein Mosaikstein von vielen, die am Pfingstwochenende in Voerde wieder zusammenpassten.