Abstieg! MTV hoffte vergeblich auf fremde Hilfe

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Die Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken sind in die Verbandsliga abgestiegen.

Die letzten sportlichen Hoffnungen auf fremde Hilfe zerschlugen sich am Samstagabend: Der MTV Rheinwacht Dinslaken muss als Drittletzter aus der Handball-Oberliga absteigen. Weil der OSC Löwen Duisburg den Klassenerhalt in der 3. Liga durch eine 21:23-Niederlage gegen die HSG Lemgo II verpasste und Oberliga-Meister TV Aldekerk nach dem 21:26 vor einer Woche auch das zweite Aufstiegsspiel gegen den Longericher SC mit 30:31 verlor, ist der MTV nur noch Verbandsligist.

„Wir müssen einen Neuanfang machen“, bilanzierte Obmann Heinz Buteweg eine missratene Saison, die von zahlreichen Rückschlägen geprägt war. Personell versuchte er in der Schlussphase der Spielzeit noch mit kurzfristigen Verpflichtungen zu retten, was nicht zu retten war – doch weder Goran Djurovic noch Ivan Stajic waren die erhofften Verstärkungen für das Team um Spielertrainer Marius Timofte, das in der Rückrunde den Beweis der Oberliga-Tauglichkeit in zahlreichen Spielen schuldig blieb.

Die angedachte Kooperation als Spielgemeinschaft mit dem TV Jahn Hiesfeld ist vorerst auch gescheitert. Die letzte vage Möglichkeit des MTV, doch noch die Klasse zu halten, wird am so genannten „grünen Tisch“ ausgespielt. Binnen einer Woche müssen die Clubs der 3. Liga sich erklären, ob sie in der kommenden Saison antreten. Gerüchteweise will Heinz Buteweg von „ein, zwei Vereinen“ gehört haben, die mit dem Gedanken spielen, ihr Team zurück zu ziehen. Darauf verlassen kann sich der Dinslakener Obmann freilich nicht, deshalb muss er zwangsläufig für die fünfte Liga planen: „Wir werden eine starke Mannschaft zusammen bekommen“, glaubt er. Bisher sind Ralph Willam und Daniel Staub als Abgänge zu verzeichnen.

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