500 Euro: Verband bittet RWS zur Kasse

RWS-Abteilungsleiter Murat Karakas akzeptiert die Strafe nicht.
RWS-Abteilungsleiter Murat Karakas akzeptiert die Strafe nicht.
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Hohes Ordnungsgeld gegen RWS Lohberg. Fußball-Verein legt Einspruch ein.

Mit 500 Euro Strafe belegt der Verband den A-Ligisten RWS Lohberg nach den Ausschreitungen im Anschluss an das Derby gegen den VfB Lohberg, das mit 1:1 endete (die NRZ berichtete). Ausschlaggebend für die Höhe des Ordnungsgeldes sei das wiederholte Vorkommen. Der Fußballverein legte sofort Einspruch ein, wie Abteilungsleiter Murat Karakas dieser Zeitung erklärte.

„Es kann nicht sein, dass wir mit 500 Euro bestraft werden. Das ist eine Riesensumme für den Verein“, beklagt Karakas, dessen Unverständnis sich aus zwei Gründen summiert. Zum einen wäre VfB-Trainer Thomas Grefen wegen des Innenraumverweises lediglich mit einer 50 Euro-Strafe bedacht worden, wohingegen RWS gleich das Zehnfache aufgebrummt wird. „Das ist eine ganz andere Relation.“ Viel gewichtiger sei allerdings die Tatsache, dass die Tumulte von einer Minderheit und nicht einmal vereinszugehörigen Zuschauern geführt wurden. „Irgendwelche Idioten verhalten sich daneben, wieso soll dann der gesamte Verein mit so einer Summe bestraft werden?“ Karakas hatte bereits angekündigt, die Beteiligten zur Kasse zu bitten, falls sich Beweise für ihre Schuld ermitteln lassen. Ob der Einspruch eine Chance hat, ist unsicher. „Wir befinden uns in einem schwebenden Verfahren. Wir müssen abwarten.“

RWS-Spieler Hakan Tütüncü, der im Verdacht steht, Grefen nach Abpfiff mit einem Faustschlag niedergeschlagen zu haben, weil dieser ihn beleidigt haben soll, wird bis zur Verhandlung vor der Kreisspruchkammer gesperrt. Der Schiedsrichter hatte einen Sonderbericht angefertigt. Damit darf Tütüncü am Sonntag nicht gegen GWR Meiderich eingesetzt werden.