200 Euro für Tobias Dreier
24.05.2009 | 20:11 Uhr 2009-05-24T20:11:00+0200
Trotz der hohen Temperaturen gingen mehr als 200 Läufer auf die landschaftlich schöne Strecke.
Dass Reiner Podworni von den Triminators im TV Voerde am Sonntag bei der sechsten Auflage des Voerder City-Halbmarathons alle Hände voll zu tun hatte, ist unbestreitbar. Um den Hals baumelte der Fotoapparat für den einen oder anderen Schnappschuss zwischendurch, in der Hand das Megaphon zum Ansagen der wichtigsten Informationen für die rund 300 Starter. Ob Nachmeldungen entgegennehmen und Anmeldungen abhaken, den Start einläuten oder die Läufer im Ziel in Empfang nehmen, der Triminator war am Sonntag überall zugleich. „Seit Mittwoch gleicht meine Wohnung einem Wettkampfbüro”, scherzte Podworni gut gelaunt im Zielbereich.
Gerne wäre der Athlet selbst an den Start gegangen, wenn ihn die Organisation, trotz der großen Unterstützung seitens der vielen Helfer, nicht so vereinnahmt hätte. Die Vereinsgemeinschaften der näheren Umgebung, wie beispielsweise der Schützenverein, die Stockumer Heimatfreunde und der TV Voerde selbst, packten wie in den Vorjahren kräftig mit an, wiesen den Sportlern den Weg oder verpflegeten die Athleten an den insgesamt vier Verpflegungsstationen entlang der Strecke. Dass diese bei den heißen Temperaturen von den ausgelaugten Läufern nur zu gerne angesteuert wurden, liegt auf der Hand, 800 Becher und insgesamt 300 Liter Wasser, Sinalco Cola, Limo und Apfelschorle wurden zur Erfrischung gereicht. Sogar Julia Czerner, die Schwiegermutter des Organisators schenkte ordentlich mit ein, gemeinsam mit ihrer Enkeltochter Annika Podworni erfrischten sie die Läufer im Zielbereich.
Allein über die Halbmarathon-Distanz gingen zur großen Freude der Veranstalter mehr als 200 Athleten an den Start, im Vergleich zum Vorjahr eine große Aufstockung des Feldes. Tobias Dreier von der LG Sieg kam hier nach 1:14:38 Stunden als Erster ins Ziel. Für den Sportler war es eine spontane Entscheidung nach Möllen zu kommen, die sich gelohnt hat. 200 Euro gab es als Siegprämie. Begeistert von der Strecke und der Organisation, will Dreier aber nächstes Jahr, „wenn's passt”, wiederkommen. Auch die schnellste Frau über 21 Kilometer, Silke Optekamp von der LG Mönchengladbach war begeistert von der Veranstaltung: „Heute vor drei Jahren bin ich meinen ersten Halbmarathon hier gelaufen, seitdem komme ich immer. Es ist einfach toll!”, strahlte Optekamp im Ziel. Nur das Wetter sei für die Distanz ein bisschen zu warm gewesen.
Auch bei den fünf Kilometern ging es heiß zur Sache. Viele Läufer, wie auch Andre´ Miletic, hatten sich wegen der Temperaturen spontan umgemeldet. Für den lange Zeit Führenden machte sich das jedoch nicht bezahlt: Ein Streckenposten wies ihm den falschen Weg und Miletic drehte eine „Ehrenrunde”. Am Ende siegte Mark Albracht in 18:20 Minuten.
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