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Wintertheater

14.02.2010 | 15:50 Uhr
Wintertheater

Castrop-Rauxel. Spielausfälle am laufenden Band. Das erzeugt nicht nur Frust, sondern tritt auch so manche Diskussion los. Die Winterpause in derzeitiger Form steht auf dem Prüfstand, flexible Lösungen scheinen gefragt. Wir haben uns einmal bei der Castrop-Rauxeler Kickerzunft umgehört.

Wenn der Winter weiter seine Kapriolen schlägt und noch mehr Spieltage ausfallen, hält es der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) zumindest für denkbar, dass die Saison 2009/10 über den 30. Mai hinaus verlängert werden könnte.

Zwar hofft man auch im Verbandspräsidium, dass es nicht so weit kommt und die Saison mit Hilfe von „englischen Wochen” wie geplant zu Ende gebracht werden kann. Doch einige Reaktionen hat das Gedankengut von Hermann Korfmacher und Siegfried Hirche schon hervorgerufen. Tenor an der Basis: Wie soll das funktionieren?

Abschlussfahrten und Urlaub schon geplant

„Das dürfte schwierig werden, auch wegen der Fußball-WM, die ja schon am 11. Juni beginnt”, hegt Peter Wach (SV Yeni Genclik) Zweifel an der Machbarkeit, „viele Vereine haben ja schon den Saisonabschluss geplant.” Darauf müsse auch irgendwie Rücksicht genommen werden.

Ähnlich sieht es Hansi Lewark. „Zu bedenken wäre auch, dass sicherlich nicht wenige Spieler bereits ihren Urlaub gebucht haben”, führt der Trainer des Landesligisten BG Schwerin ins Feld. Da die Blau-Gelben jedoch ebenso wie der VfB Habinghorst einer kleineren Staffel angehören (die Landesliga 3 hat nur 14 Vereine) sieht Lewark zumindest für „seine Liga” genügend Spielraum für Nachholtermine unter der Woche.

Verlängerung um eine Woche wäre nicht so schlimm

Etwas weniger Bedenken äußert Uwe Esser. „Eine Verlängerung der Saison um etwa eine Woche halte ich nicht für so schlimm”, sagt der Trainer des Bezirksligisten SV Wacker Obercastrop, „und wir müssen es ohnehin so nehmen wie es kommt”. Allerdings: Je länger die derzeitige Spielpause dauert, umso mehr Probleme sieht der SVWO-Coach auf die Vereine zukommen. „Jetzt haben wir Schnee und Frost, dann kommt das Tauwetter. Das Wintertheater ist noch lange nicht zu Ende”, befürchtet Uwe Esser, „aber normalerweise müssten wir mit den englischen Wochen schon hinkommen”.

Das leidige Thema der Spielausfälle führt zwangsläufg hin zu grundsätzlichen Überlegungen. Sollte die Winterpause verlängert oder zeitlich verschoben werden? Kann ein Rahmenterminplan nicht flexibler gestaltet werden?

Keine Zeit verschenken

Auch dazu kommen Vorschläge aus den Reihen der Castrop-Rauxeler Amateurkicker. „Wenn man zwei Wochen vor Weihnachten schon Schluss macht, wird doch wertvolle Zeit verschenkt”, argumentiert Sven Augat, „zieht man aber bis direkt vor Weihnachten durch, kann man die Winterpause verlängern”, überlegt der Vorsitzende des SV Dingen. Und Uwe Esser ergänzt: „Englische Wochen sind wir doch gewohnt, die könnte man doch gleich im Spätsommer und Herbst einschieben, dann hätte man nach hinten raus mehr Luft”.

„Dann bleibt allerdings kaum Zeit für den Pokalwettbewerb”, gibt Hansi Lewark zu bedenken, „und der gehört nun mal dazu”. Doch auch da fällt das Wort Flexibilität. „Man könnte über eine Veränderung im Pokal nachdenken, zum Beispiel in kompakter Form von Kreispokal-Hallenturnieren”, sagt jemand, der (vielleicht aus gutem Grund) nicht genannt werden möchte, „dafür wäre ja dann in der Winterpause Zeit, und die Sieger könnten dann im Frühjahr im Freien weiterspielen”.

Man muss bereit sein für Veränderungen

Schlussendlich scheint es eine Reihe von Ansätzen zu geben, von moderat bis revolutionär, um das „Winterproblem” in den Griff zu bekommen. „Dass die Zeit reif ist, über Veränderungen nachzudenken, zeigt nicht erst dieser Winter”, sagt Peter Wach, „man muss nur bereit sein für Veränderungen”.

Mehr zum Thema:

l: Der FLVW zu den Spielaufällen

Ralf Schacht

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Kommentare
15.02.2010
14:27
Wintertheater
von Aus Ickern | #4

Ich finde Flexibilität ist glaube ich das Zauberwort auch wenn aus Organisatorischen Gründe bestimmt schwer wehre !!! Aber man hatte dieses Jahr vor Weihnachten noch ein bis zwei Spiele bestreiten können und dann hätte man jetzt ein bischen mehr Luft gehabt !!! zusätzlich kann man bei der menge der Kunstrasenplätze doch versuchen die letzten bzw ersten Spiele so zu legen das sie auf Kunstrasen ausgetragen werden dann ist die menge der ausfälle nicht ganz so hoch !!! Aber das ist ja Arbeit die Sich keiner machen will sonst würden ja nicht so viele Spiele unser 1 u. 2 gegen verschiedene Man. angesetzt obwohl beide beide man. der jeweiligen Vereine in den gleiche Klassen Spielen !!!!

14.02.2010
23:50
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.02.2010
20:50
Wintertheater
von Habinghorster | #2

Der falsche Weg? Naja, es muss Zeit gefunden werden. Und das geht nun mal leider nicht anders als unter der Woche! Und das muss man sagen ist wahrscheinlich aufgrund des verdammt schlechten Wetters. Mir persönlich macht das Wetter null Spaß und ich will wieder spielen:-)

Ich hoffe man findet einen guten Mittelweg um endlich wieder regelmäßigen Spielbetrieb zu schaffen. Ich erinnere an den VfB Habinghorst die mussten letzten Monat in zwei Monaten acht Spiele bestritten, es geht aber es muss nicht zwingend sein!

14.02.2010
17:36
Wintertheater
von Siggi Heldt | #1

Also von englischen Wochen halte ich garnichts.Wenn man Ambitionen Richtung Aufstieg hat wäre das für den ein oder anderen Verein eine schlechte Lösung. Unter der Woche dann um 18.oder 19.00 h zu spielen halte ich für sehr grenzwertig. Viele Spieler sind dann garnicht abkömmlich weil sie Ihrem Job nach gehen müssen. Also das wäre glaube ich der falsche Weg.

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