Wacker verabschiedet sich aus dem Abstiegskampf

Was für ein Befreiungsschlag: Drei Spiele, drei Siege, neun Punkte: Der SV Wacker Obercastrop ist nach dem 5:1-Sieg gegen Eintracht Datteln in der Fußball-Bezirksliga erst einmal aus dem gröbsten Abstiegs-Schlamassel heraus. Wacker ist jetzt Neunter und belegt damit erstmals seit dem elften Spieltag (26. Oktober) einen einstelligen Tabellenplatz.

Castrop-rauxel.. Der neue Trainer Andreas Köhler, der in der Winterpause die Regie übernommen hatte, hat das wankende Wacker-Schiff wieder flott bekommen. Was für eine Geschichte! In der Hinserie hatte Köhler mit 4:1 gegen Obercastrop gewonnen, saß damals noch auf der Bank beim Aufsteiger Eintracht Datteln.

Kannte er deshalb die Spieler auf der anderen Seite so gut? Nun ließ sein neues Team dem ehemaligen am 21. Spieltag keine Chance. Köhler: "Ich kenne sie natürlich, doch ich habe sie spielerisch nicht wieder erkannt; der neue Trainer lässt ein anderes System spielen, damit kamen sie nicht gut klar." Obercastrop schon. Köhler, der Datteln wegen fehlender Perspektiven verlassen hatte, hat Wacker zunächst für eineinhalb Jahre zugesagt - und plant schon die nächste Saison. Köhler: "Wir haben mit der Mannschaft fast alles klar und schon Gespräche mit Neuzugängen geführt."

Die Stimmung ist obenauf, die Stärke der Mannschaft von der Köhler sagt, dass sie "unter die ersten Fünf der Liga" gehöre, zurück. Die Ausfälle vergangener Tage - vergessen. So hat sich auch beim Trainer die Gemütslage ("Ich bin innerlich nicht so ruhig, wie es von außen aussieht") verändert.

Nachdem die personellen Sorgen überwunden sind, steht der Trainer nun vor der "Qual der Wahl", wenn er einigen Spielern sagen muss, dass sie nur einen Platz auf der Bank oder in der zweiteN Mannschaft einnehmen dürfen. Die Prioritäten sind andere nach zuletzt drei Siegen in Folge. Mal sehen, wie es für Obercastrop am Sonntag, 19. April, beim Vierten Westfalia Langenbochum weitergeht.