Wach holt Schulz zum SV Yeni Genclik
30.09.2009 | 17:01 Uhr 2009-09-30T17:01:00+0200Helmut Schulz steigt bei SV Yeni Genclik ein. Gemeinsam mit Peter Wach wird der Übungsleiter den A-Ligisten betreuen und trifft schon am Sonntag auf seinen alten Verein SpVg. BG Schwerin.
Das Gespann Helmut Schulz und Peter Wach ist wieder vereint. Ab sofort werden die beiden befreundeten Trainer in Personalunion an der Seitenlinie beim A-Ligisten SV Yeni Genclik den Ton angeben.
Vor genau drei Wochen legte Helmut Schulz das Amt als Trainer der ersten Mannschaft der SpVg. BG Schwerin in der Landesliga nieder. Die "Ehe" war damit geschieden. Peter Wach wurde als Geschäftsführer und Trainer der Zweiten schon vor einigen Monaten vom Berg gejagt und heuerte vor der Saison bei Yeni Genclik an. Jetzt haben sie sich wieder - und es war eine gewollte „Heirat”, wie Peter Wach bestätigte: „Ich wäre doch blöd gewesen, wenn ich einen solchen Trainer auf der Straße liegen lassen würde. Mit dem Wissen, das Helmut hat, wird er uns sicher weiterhelfen”, so ein zufriedener Peter Wach.
Auch Helmut Schulz freut sich auf die Aufgabe und erklärt: „Die Pause hat sicher gut getan. Aber ich kann einfach am Sonntagnachmittag nicht nur Kaffee und Kuchen genießen. Ich will meinem Hobby nachgehen und das ist nun mal der Fußball. Ich freue mich auf die Aufgabe bei Yeni Genclik, aber vor allem freue ich mich, wieder mit Peter Wach zusammenarbeiten zu können.”
Am Mittwoch wird Schulz das erste Mal beim A-Ligisten in das Trainingsgeschäft einsteigen. Ein Blick auf den Spielplan verrät, dass es am Sonntag (4. Oktober, 15 Uhr, Fuchsweg) zum Aufeinandertreffen zwischen dem SV Yeni Genclik und BG Schwerin II kommt. Was für eine Brisanz, denn durch die späte „Vermählung” im Herbst, treffen nun die beiden einstigen „Macher” der Schweriner Mannschaften auf die Reserve der Blau-Gelben.
„Mein Engagement bei den Yeni-Füchsen hat nicht damit zu tun, dass ich gegen die Schweriner schießen möchte, sondern für mich geht es einfach nur darum, mich wieder in eine neue Aufgabe zu stürzen”, erklärt Helmut Schulz. Doch wer gesehen hat, wie Schulz am Schweriner Berg vergrault wurde und wie sich die Mannschaft nach der Spielerrevolte hinter den Ex-Coach gestellt hat, der kann sich die Angespanntheit des Coaches vor dem „Derby” gut vorstellen.
Auch Peter Wach freut sich natürlich gegen seine alte Mannschaft zu spielen, sieht aber kein Feindbild in den Blau-Gelben: „Natürlich wissen wir, dass es gegen Schwerin geht, aber es ist ein Spiel wie jedes andere – es geht um drei Punkte, mehr nicht.” Die sind wichtig, wenn Genclik in Sachen Aufstieg noch ein Wörtchen mitreden will. Ob das Ziel erreicht werden kann, das wird sich bis zum Winter herauskristallisieren.
Dann wird auch das Thema Neuverpflichtungen neuen Zündstoff bieten: „Wir sind immer auf der Suche nach qualifizierten guten Spielern aus dem Umfeld, die uns sportlich und menschlich weiter bringen”, stellte Peter Wach klar. Es bleibt abzuwarten, welches Bild die Mannschaft demnächst haben wird. Eins steht jedenfalls jetzt schon fest: Die „Hochzeitsnacht” nach dem Derby am Sonntag könnte der Start in eine lange erfolgreiche Ehe werden.
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